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Wilhelmshaven
Sehenswürdigkeiten von A bis Z
KW-Brücke

In Wilhelmshaven gibt es unzählige Orte, die man gesehen haben muss. Auf diesen Seiten findet man sie in alphabetischer Reihenfolge. Wegen der vielen erwähnenswerten Dinge musste ich dieses Thema auf mehrere Seiten aufteilen. Die Navigation erfolgt entweder über die folgende Buchstabenleiste oder über die Links  am oberen Rand der Seiten. Der Klick auf den blauen Pfeil vor jedem Thema bringt sie schnell wieder zur Buchstabenleiste. Die Schrift kann über die folgenden ::Hinweise zur Schriftgröße angepasst werden.
Die Foto -Symbole unterhalb der einzelnen Sehenswürdigkeiten verweisen auf weitere Bilder.
Alle Informationen sind gewissenhaft recherchiert worden, jedoch erfolgen alle Angaben, insbesondere die der Öffnungszeiten und der Telefon-nummern ohne Gewähr. Sollten Ihnen andere Informationen vorliegen, so bitten wir um eine entsprechende ::Mitteilung.

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Galaktische Segel
Die Galaktischen Segel aus dem Jahre 1969 sind eine Großskulptur der Wilhelmshavener Künstlerin Irmgard Elsner (1920–2013). Sie befindet sich etwas zurückgesetzt auf einer Grünfläche vor den Häusern der Heppenser Str. 59-60 in Höhe der Einigungsstraße. Als Basis der rund 2,20 m hohen und 3,00 m breiten Skulptur dient eine rechteckige Keramikfläche, auf der vier unterschiedliche nach mehreren Seiten weisende Edelstahlflächen als Segel angeordnet sind. Dort, wo die sich die Segel in der Mitte treffen, sind die Edelstahlflächen mit Schmuckelementen reich verziert. Im Gegensatz zu maritimen Segeln, die den Wind einfangen müssen, sind die galaktischen Segel jedoch löchrig und zeigen in unterschiedliche Richtungen.
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Geburtshaus Eilhard Mitscherlich
Im heutige Stadtteil Neuende liegt das Geburtshaus eines der herausragendsten Wissenschaftler seiner Zeit. Die Sprache ist von dem Chemiker  Eilhard (Eilert) Mitscherlich. Er wurde am 7. Januar 1794 im Pfarrhaus am Totenweg als Sohn des Neuender Pastors Carl Gustav Mitscherlich und seiner Ehefrau Marie Elisabeth, geb. Eden geboren. Mitscherlich verbrachte seine gesamte Kindheit in Neuende. Mit sechs Jahren wurde er in der Dorfschule von Neuende eingeschult und besuchte diese von 1800 bis 1804. Anschließend wechselte er auf die Provinzialschule in Jever, dem heutigen Mariengymnasium. Die Provinzialschule besuchte er bis 1810. Der Schwerpunkt des Unterrichts lag wie zu der Zeit üblich auf den Sprachen. Naturwissenschaften wurden nur in begrenztem Umfang unterrichtet. 1811 ging er nach Heidelberg, um dort Orientalische Sprachen zu studieren. Aber dabei blieb es nicht. Bis 1818 hatte er Orientalistik in Heidelberg, Paris und Göttingen, Medizin in Göttingen sowie Chemie in Göttingen und Berlin studiert. Ende 1818 entdeckte er die Isomorphie, die ab da als Grundlage zur Atomgewichtsbestimmung diente und lernte den schwedischen Chemiker Jöns Jakob Berzelius kennen, der ihn ab da förderte. 1820 studierte er mit Hilfe eines Stipendiums in Stockholm und erhielt hier mit dem Lindbom-Preis der schwedischen Akademie seine erste offizielle Anerkennung. Nach Ablauf des Stipendiums kehrte er 1821 nach Berlin zurück, wo er 1822 Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften wurde und auf den Lehrstuhl für Chemie an der medizinischen Fakultät der Friedrich-Wilhelm-Universität berufen wurde. Ab da begann seine steile Karriere, die ihn in immer mehr Ämtern führte. 1828 wurde er sogar als "Foreign Member" in die britische "Royal Society" gewählt, die ihn 1829 mit der "Royal Medal" auszeichnete. Eilhard Mitscherlich starb am 28. August 1863 im Alter von 69 Jahren. Er ist in Berlin auf dem Alten St. Matthäus-Kirchhof, Großgörschenstraße 12–14, beigesetzt.
Zu seinem 100. Todestag 1963 ließ die Stadt Wilhelmshaven an seinem Geburtshaus im Totenweg 5 eine bronzene Gedenktafel anbringen. Heute wird das ehemalige Pfarrhaus als Gästehaus genutzt. Die Gedenktafel trägt übrigens mit dem 12. Januar 1794 ein abweichendes Geburtsdatum. In dieser Hinsicht wurden zum Geburtstag von Eilhard Mitscherlich immer wieder unterschiedliche Angaben verwendet, so z.B. auf dem inzwischen ersetzten, aber lange Zeit zur Erinnerung in Jever vorhandenen Findling. Er trug als Geburtsdatum den 6. Januar 1794.::Virtual Earth
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Geburtshaus Hans Clarin
Der bekannte, leider schon verstorbene Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher ::Hans Clarin wurde am 14. September 1929 als Hans-Joachim Schmied in Wilhelmshaven geboren. Sein Vater Johann war als Berufssoldat bei der Marine monatelang auf See. Seine Mutter Henny, geb. Klöker, lebte daher bei ihren Eltern in einer Wohnung im Wilhelmshavener Ortsteil Siebethsburg. Hier im ersten Stock des Mehrfamilienhauses in der Papingastraße 26b kam Hans Clarin dann auch zur Welt.
Fünf Jahre nach der Geburt des Sohns beendete der Vater seine Marinezeit und die Familie zog 1934 nach Frankfurt am Main. Nach dem Abitur wechselte Clarin nach München, nahm Schauspielunterricht und wurde unter dem Künstlernamen Hans Clarin zu einer festen Größe an den dortigen Theatern. Nebenbei spielte er in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit und wurde so deutschlandweit bekannt. Am bekanntesten sind aber wohl die Charaktere, denen er durch seine markante Stimme zu bleibender Erinnerung verhalf. Er gab seine Stimme dem kleinen Fernsehkobold "Pumuckl", dem Schlossgespenst "Hui Buh" und dem Privatdetektiv Kookie aus "77 Sunset Strip", einer amerikanischen US-Detektiv-Serie aus den 1960er. Hans Clarin verstarb am 28. August 2005 im Alter von 75 Jahren an Herzversagen. Er wurde in seiner Wahlheimat Aschau im Chiemgau begraben.
Auf Initiative Wilhelmshavener Bürger und unter Mitwirkung des Rüstringer Bauvereins, zu dessen Häuserbestand Clarins Geburtshaus in der Papingastraße zählt, entstand die Idee, den bekannten Schauspieler durch eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus zu ehren. Am 16. September 2006 wurde die Gedenktafel im Beisein seiner Witwe Christa Maria Gräfin von Hardenberg enthüllt. Die Tafel enthält einen zweisprachigen Abriss der Vita des Wilhelmshavener Jungen.::Virtual Earth
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Geburtshaus Helmut Heißenbüttel
Der am 21. Juni 1921 in Rüstringen geborene Schriftsteller ::Helmut Heißenbüttel gehört mit seinem literarischen und essayistischen Werk zu den wichtigsten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur. Heißenbüttel lebte die ersten 12 Lebensjahre in seinem Geburtshaus im heutigen Ortsteil Bant. 1934 zog die Familie mit ihm nach Papenburg. Heißenbüttel, der 1941 als Soldat im 2. Weltkrieg den linken Arm verlor, studierte nach dem Krieg Architektur, Germanistik und Kunstgeschichte. Von 1959 bis 1981 leitete er die Redaktion "Radio-Essay" beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart. Seit 1981 lebte er als freier Schriftsteller in Borsfleth bei Glückstadt (Schleswig-Holstein). Der Schriftsteller erhielt zahlreiche renommierte Auszeichnungen, u.a. den Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg (1956), den Georg-Büchner-Preis (1986), das Bundesverdienstkreuz (1979), den Literaturpreis der Stadt Köln sowie den Österreichischen Staatspreis (1991). Helmut Heißenbüttel starb am 19. September 1996 in Glückstadt.
Mit einer Gedenktafel an seinem Geburtshaus in der Rheinstraße 194, damals noch Roonstraße 194, ehrte die Stadt den gebürtigen Wilhelmshavener. Die Enthüllung der Tafel erfolgte am 24. August 2001 im Beisein seiner Witwe Ida Heißenbüttel und kulturell interessierten Bürgern der Stadt. Die vom Verein Bürger für Wilhelmshaven e.V. finanzierte Tafel enthält einen zweisprachigen Abriss der Vita des Schriftstellers.::Virtual Earth
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Geburtshaus Rolf Julius
Das Geburtshaus des international anerkannten Klangkünstlers ::Rolf Julius (1939–2011) befindet sich in der Wilhelmshavener Rheinstraße 101.
Julius gilt als Pionier auf dem Gebiet der Klangkunst. Er studierte von 1961 bis 1969 Freie Kunst an den Hochschulen der Künste in Bremen und Berlin. Ab Mitte der 1970er Jahre war er als freischaffender Künstler tätig und beschäftige sich mit dem Einsatz von Tönen und Geräuschen zur Unterstützung seiner visuellen Objekte. Die Besucher seiner Kunstwerke sind also immer Betrachtende und Hörende zugleich. Zu diesem Zweck schuf er auch eigene Klangkompositionen, die er mit einfachen Hilfsmitteln wie z.B. Kassettenrekordern aufnahm und über handelsübliche Lautsprecher zu Gehör brachte. Kennzeichen dieser Kompositionen war oftmals ein „akustischer Minimalismus“.
Mit Hilfe von Stipendien studierte Julius 1983/1984 in New York, 1986 in Berlin und 1991 bei der Fellowship der Japan Foundation in Kyoto. 1987 nahm er an der legendären Kunstausstellung Documenta in Kassel teil. Für seine Verdienste um die Entwicklung der Klangkunst wurde Julius im Rahmen der Art Cologne 2004 mit dem Ehrenpreis des Deutschen Klangkunst-Preises und 2005 für sein künstlerisches Lebenswerk mit dem Hannah-Höch-Preis ausgezeichnet. Julius verstarb am 21. Januar 2011 im Alter von 71 Jahren.
Anlässlich der Ausstellung "Rolf Julius – Musik ist überall – Werke 1979–2010" in der ::Kunsthalle am Adalbertplatz ehrte die Stadt Wilhelmshaven den Künstler und enthüllte am 24. Juni 2016 in der Rheinstraße 101 eine Gedenktafel im Beisein seiner Familie. Die Tafel enthält einen zweisprachigen kurzen Lebenslauf des Klangkünstlers.

Geburt einer Stadt
Die 1994 entstandene Stahlplastik "Geburt einer Stadt" befindet sich auf dem Gelände der ::Christus- und Garnisonkirche an der Ebertstraße. Die Plastik ist ein Geschenk des in Wilhelmshaven geborenen Künstlers Peter Fetthauer (*1944), einem Enkel des früheren Oberbürgermeisters Reinhard Nieter. Der heute in Hamburg lebende und arbeitende Künstler schenkte die Plastik der Stadt Wilhelmshaven anlässlich des 125-jährigen Stadtjubiläums im Juli 1994.
Der Standort der Plastik vor der Kirche wurde von Fetthauer ausdrücklich gewünscht, da die Plastik somit an einer historischen Achse liegt, die im Norden von dem im 2. Weltkrieg zerstörten Marinestationsgebäude und im Süden von der Christus- und Garnisonkirche im Süden begrenzt wird. An dieser Achse liegen einige der bekanntesten Denkmäler Wilhelmshavens, wie das ::Prinz Adalbert- und das ::Kaiser-Wilhelm-Denkmal.
Das mit "PEFE1994" signierte Kunstwerk hat einen Durchmesser von rund zwei Metern bei einer Höhe von rund einem Meter. Es stellt den Bug eines Schiffes dar, bei dem lt. Fetthauer verschiedene weitere Begriffe und Elemente wie Mensch, Schifffahrt, Küste und Gezeiten zu einer symbolischen Einheit verschmelzen. Die Idee zu dem Geschenk war dem Künstler bei der Vorbereitung einer Ausstellung in der "Galerie M" von Christa Marxfeld gekommen, die dann auch bei der Umsetzung der Idee half, indem sie die notwendigen Sponsoren für das Kunstwerk fand. Hergestellt wurde die Stahlplastik vom Schlossermeister Ferdinand Kiel.
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Gedankenfreiheit
Links neben dem ::Logenhaus in der Rheinstraße 65, etwas zurückgesetzt und nicht weit weg von der ::Christus- und Garnisonkirche, steht seit dem Jahr 2000 die Skulptur "Gedankenfreiheit". Die 2,30 m hohe Skulptur aus Eichenholz wurde vom 1963 in Itzehoe geborenen Bildhauer Thorsten Schütt geschaffen. Schütt ist Mitglied verschiedener Künstlervereinigungen und arbeitet nicht weit entfernt von Wilhelmshaven in Horsten in der Gemeinde Friedeburg.
Den Auftrag zur Skulptur "Gedankenfreiheit" erhielt Schütt von Wolf Wegner, dem damaligen Meister vom Stuhl der Freimaurerloge "Wilhelm zum silbernen Anker", die ihren Sitz im Logenhaus hat. Wegner gab der Skulptur auch ihren Namen. Die Skulptur stellt zwei Tropfen in einer skurrilen, löchrigen Ummantelung dar. Der nach oben, Richtung Himmel strebende Tropfen steht für die freien Gedanken. Der nach unten, Richtung Boden wandernde Tropfen steht für die Bodenständigkeit, die bei aller Gedankenfreiheit nicht außer Acht gelassen werden sollte. Die löcherige Ummantelung beider Tropfen schließlich steht für das Recht auf Privatsphäre, die aber durch die Löcher zeigt, dass man immer wieder Einblicke in sich hinein zulassen sollte.
Bedingt durch den Werkstoff Holz ist die Oberfläche der Skulptur inzwischen stark verwittert und zeigt deutliche Spuren von Grünbelag und Moos. Desweiteren hat sich das hinter der Skulptur wachsende Koniferengewächs an die Skulptur "herangemacht" und fängt an die "Gedankenfreiheit" einzuschränken.
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Gedenkstein für S 178
Der Gedenkstein für das ::Torpedoboot S 178 befindet sich auf dem ehemaligen Marinegarnisonsfriedhof an der Gökerstraße zwischen der Zedeliusstraße und der Ulmenstraße. Die heutige Parkanlage mit ihrem altem Baubestand war ab November 1878 der erste Friedhof der Marinegarnison in Wilhelmshaven. Ab 1914/1915 übernahm dann der ::Ehrenfriedhof im Rüstringer Stadtpark diese Funktion. Der alte Marinegarnisonsfriedhof wurde dann durch Ratsbeschluss vom 28. September 1966 endgültig geschlossen, die meisten Gräber eingeebnet und danach in eine Parkanlage umgewandelt. Heute erinnern nur noch die zwei Denkmäler für S 178 und ::S.M.S. Mars sowie einige Grabsteine an den ursprünglichen Zweck.
Der Gedenkstein für S 178 besteht aus einem mächtigen quaderförmigen und grob behauenen Granitblock, auf dessen Breitseite lediglich "S 178" und darunter das Datum "4.3.13" zu lesen sind.
Die Aufschrift erinnert an ein schweres Unglück mit 69 Toten, als das Torpedoboot S 178 bei einem Hochseemanöver in der Nacht des 4. März 1913 von dem Großen Kreuzer S.M.S. Yorck gerammt und dabei versenkt wurde. Bei der Übung nordöstlich von Helgoland sollten die beteiligten Torpedoboote die Schlachtlinie der schweren Schiffe der kaiserlichen Marine durchbrechen, also zwischen den hintereinander fahrenden Schiffen hindurch fahren. Dies gelang der S 178 nicht schnell genug und sie geriet dadurch direkt vor den Bug der Yorck. Während die Yorck kaum Schäden erlitt, wurde bei S 178 der Schiffsrumpf so schwer beschädigt, dass das Schiff binnen kurzer Zeit sank. Nur 15 Besatzungsmitglieder konnten von der Yorck und weiterer beteiligte Schiffe gerettet werden.
Bereits im selben Jahr ließ die Marine das in zwei Teile zerbrochene Wrack aus 17 m Tiefe heben und wieder instand setzen. Bei der Bergung des vorderen Teils kam es dabei zu einem weiteren Unglück. Das Hebeschiff "Unterelbe" kentere während eines schweren Sturms am 5. Mai 1913. Sieben Besatzungsmitglieder, darunter der Kapitän und der Steuermann, ertranken. So musste das hinzugezogene Hebeschiff "Oberelbe" den vorderen Teil heben, was bereits im Juli 1913 gelang. Die im Wrack gefundenen 18 Leichen fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof der Helgoländer Düne. Ein weiterer Gedenkstein dort erinnert an beide Unglücke.
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Gedenkstein zur Namensgebung
Auf dem nördlichen Molenkopf der heutigen 2. Hafeneinfahrt (1869 noch 1. Hafeneinfahrt) befindet sich ein Gedenkstein, der an die Namensgebung der Stadt Wilhelmshaven erinnert. Der feierliche Staatsakt durch General von Roon, der gleichzeitig die Einweihung des von Preußen eingerichteten Marine-Etablissements war, fand am 17. Juni 1869 auf diesem Molenkopf im Beisein von König Wilhelm I. von Preußen statt. Der Gedenkstein wurde am 10. Dezember 1984 eingeweiht und trägt folgende Inschrift:
"Auf diesem Molenkopf der ehemaligen 2. Einfahrt verlas am 17. Juni 1869 der preußische Kriegsminister Albrecht Graf von Roon in Anwesenheit von König Wilhelms I. von Preußen, des späteren deutschen Kaisers, den Allerhöchsten Erlass, durch den Wilhelmshaven seinen Namen erhielt."::Virtual Earth
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Gedenkstätte "Alter Leuchtturm Voslapp"
Der Vorgänger des heutigen ::Voslapper Leuchtturms war ein 1906/1907 im Voslapper Watt errichteter Leuchtturm in der Form eines Wachtturmes, der ständig mit zwei Leuchtturmwärtern besetzt war. Der schwarze, viereckige Turm stand auf vier Stahlfüßen im Watt und war 25,60 m hoch, das Leuchtfeuer befand sich in 20,50 m Höhe. Bei Nebel konnte der Leuchtturm mit einer zusätzlichen Glocke akustische Signale geben. Im Sommer 1956 erhielt der bis dahin dunkle Leuchtturm ein 3,25 m breites weißes Farbband zur besseren Sichtbarkeit. Nach dem Kriege und vor der Eindeichung des Voslapper Groden war er beliebtes Ziel zahlreicher Wattwanderungen. Im August 1961 wurde der alte Leuchtturm Außerdienst gestellt und schon im Oktober 1961 abgebrochen. Es verblieb lediglich das Fundament mit den Stümpfen der vier Stahlfüße, die den Leuchtturm trugen.
Die Reste des Leuchtturmes liegen heute am Außendeich des Voslapper Groden an der Straße "Am Tiefen Fahrwasser" südlich der Raffineriestraße. 
Auf dem ehemaligen Fundament errichtete das Wasser- und Schifffahrtsamt im Mai 1976 eine Gedenkstätte, bestehend aus einem Gedenkstein mit einer eingelassenen Metalltafel. Der Text der Tafel lautet: “Hier stand im Watt 55 Jahre lang der Leuchtturm Voslapp, errichtet 1906–1907, als bemanntes Leitfeuer für das Jadefahrwasser, abgebaut 1961, und ersetzt durch die ferngesteuerte Richtfeuerlinie Voslapp. Das Watt wurde 1971–1973 eingedeicht.”
Die Aufgaben des alten Voslapper Leuchtturmes übernimmt seit dem Abbruch der neue 61,30 m (NN + 64,60 m) hohe Leuchtturm am ehemaligen Geniusstrand, der das ::Oberfeuer der Richtfeuerlinie Voslapp ist.

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Gedenkstätte "Artillerie-Depot Mariensiel"
Die Gedenkstätte "Artillerie-Depot Mariensiel" in Höhe des Hauses Planckstr. 4 erinnert an die Opfer zweier schwerer Explosionsunglücke im ehemaligen Marine-Artillerie-Depot Mariensiel. Im heutigen Industriegebiet West zwischen Wilhelmshaven und Mariensiel befand sich bereits zu Kaiserszeiten das Marine-Artillerie-Depot Mariensiel, in dem Munition aller Kaliber für die Marine produziert und gelagert wurde. Nach dem ersten Weltkrieg  kam es auf dem Gelände des Depots zu zwei verheerenden Explosionen. Bei den Explosionen am 16. Dezember 1919 und 8. September 1920 starben 44 Feuerwerker und Munitionsarbeiter. Zahlreiche Gebäude in der Umgebung wurden erheblich beschädigt. Die im Bogen verlaufende ca. 1,60 m hohe Klinkerfläche besitzt zwei Steintafeln, in denen die Namen der Opfer in goldener Schrift eingelassen sind. Die Stätte wurde 1989 neu hergerichtet und 1993 mit der heutigen Vorplasterung und den beiden Solitärpflanzen verschönert. Die Erhaltung und Pflege der Gedenkstätte liegt seit Jahren in den Händen der Feuerwerkergilde Wilhelmshaven. ::Virtual Earth
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Gedenkstätte "Konzentrationslager Wilhelmshaven"
siehe ::KZ Wilhelmshaven

Gedenkstätte "Lager Fedderwardergroden"
Die Gedenkstätte "Lager Fedderwardergroden" vor der Finkenburgschule an der Posener Str. 111 erinnert an ein früheres Barackenlager, das dort von 1939 bis weit in die 1960er Jahre bestand. Sie ist neben der ::Gedenkstätte "Lager Schwarzer Weg" am östlichen Mühlenweg und der ::Gedenkstätte "KZ Wilhelmshaven" am Alten Banter Weg die dritte Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeiterlager im 2. Weltkrieg und deren Opfer.
Das Gemeinschaftslager Fedderwardergroden auf dem Gelände zwischen der Posener Straße, der Gdingener Straße und der Salzastraße entstand Anfang 1939 ursprünglich als Arbeiterlager für die Bauarbeiter der neuen Siedlung Fedderwardergroden. In der neuen NS-Mustersiedlung Fedderwardergroden sollten insgesamt 4.100 Wohnungen für rund 15.000 Einwohner entstehen. Bis 1943 waren 2.302 Wohnungen fertig und bezogen sowie weitere 962 im Bau. Dann mussten die Bauarbeiten kriegsbedingt eingestellt werden.
Das Lager diente der Unterbringung von bis zu 2000 Bauarbeitern unterschiedlicher Nationen. In den Belegschaftslisten werden Arbeiter aus 12 Nationen genannt, neben Deutschen insbesondere Belgier, Tschechen, Polen, Franzosen, Italiener und Niederländer. Die Barackenstadt hatte bis zu 77 Gebäude, darunter 34 Unterkunftsbaracken, 10 Lazarettbaracken, 4 Wirtschaftsbaracken, 18 Abortbaracken, Magazinbaracken, Badebaracken sowie weitere Nebengebäude. Unter den Baracken gab es auch eine Kirchenbaracke, die auch noch in der Nachkriegszeit von der evangelischen Kirche genutzt wurde. Anschließend diente sie dem Kindergarten der Kirche als Unterkunft, bis das Gebäude dann bei der berühmt-berüchtigten Orkansturmflut im Februar 1962 zerstört wurde.
Nach der Einstellung der Bauarbeiten dienten die Baracken zunächst zivilen Zwecken u.a. der Unterbringung von Obdachlosen. Ab März 1944 wurden Truppenteile der Marine in den Baracken untergebracht. Später wurden in dem Lager ausländische Zwangsarbeiter und auch Kriegsgefangene untergebracht. Dafür trennte man einige Baracken mit Stacheldraht vom übrigen Lager ab.
Ab Anfang 1945 wurden in Wilhelmshaven verstärkt niederländische Zwangsarbeiter eingesetzt. Diese wurden insbesondere im Lager "Schwarzer Weg" am östlichen Mühlenweg unter menschenunwürdigen Bedingungen gefangen gehalten. Die ::Organisation Todt verlegte am 11. März 1945 bis zu 400 dieser Zwangsarbeiter zum Arbeitseinsatz in das Lager Brockzetel bei Aurich. Wegen der von Westen heranrückenden Front ging es für die Häftlinge aber bereits am 6. April wieder nach Wilhelmshaven in das Lager Fedderwardergroden zurück – die gesunden Häftlinge mussten den Weg zu Fuß gehen. Zehn Tage später sollten 300 niederländische Zwangsarbeiter aus Wilhelmshaven in ihre Heimat evakuiert werden. Ein erster Teil der Niederländer wurde mit dem Zug am 15./16. April bis nach Delfzijl gebracht, wo die Häftlinge später unter dramatischen Umständen freikamen. Ein weiterer Teil der Niederländer kam am 21. April nur bis Emden und musste dort umkehren. Am 22. April ging es kriegsbedingt nach Wilhelmshaven zurück. Es könnte nachgewiesen werden, dass mindestens drei der niederländische Zwangsarbeiter im Lager Fedderwardergroden an den katastrophalen Bedingungen während dieser Transporte starben. Die  verstorbenen Niederländer waren Albert van der Molen (21), Willem Adriaan Tuchscherer (22) und Evert Kladder (34).
Die Gedenkstätte wurde von der Stadt Wilhelmshaven auf Vorschlag des Arbeitskreises "Historisches Gedenken" bestehend aus Vertretern der Kirchen, Gewerkschaften, Stadtarchiv, VHS und dem Kulturbüro errichtet und am 6. Mai 2017 eingeweiht. Der 6. Mai gilt als Tag der "Befreiung" von Wilhelmshaven, das am 6. Mai 1945 von polnischen Kräften der alliierten Truppen besetzt wurde. Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa.
Die Gedenkstätte besteht aus einem Gedenkstein sowie einer Erinnerungstafel, die über das Lager Fedderwardergroden informiert. Stein und Tafel stehen auf einem kleinen, mit Granitsteinen gepflasterten, dreieckigen Areal vor dem Schulhof der Finkenburgschule. Der Text für den Gedenkstein ist in deutscher und niederländischer Sprache formuliert und lautet: "Zum Gedenken an die im Lager Fedderwardergroden im April 1945 an den Folgen ihrer widerrechtlichen Gefangenschaft verstorbenen Niederländer. – Ter nagedachtenis aan de in het kamp Fedderwardergroden in april 1945 aan de gevolgen van hun wederrechtelijke gevangenschap overleden Nederlanders. – Stadt Wilhelmshaven, 6. Mai 2017". Die Erinnerungstafel ist ebenfalls zweisprachig.
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Gedenkstätte "Lager Schwarzer Weg"
Die Gedenkstätte "Lager Schwarzer Weg" am Mühlenweg 4 erinnert an ein früheres Zwangsarbeiterlager im 2. Weltkrieg, das dort von 1941 bis 1945 bestand. Das Lager, in dem von 1941 bis 1944 zunächst sowjetische Kriegsgefangene eingesperrt waren, diente ab Anfang 1945 der Unterbringung von zivilen niederländischen Zwangsarbeitern, die hauptsächlich aus den niederländischen Nordprovinzen Groningen, Friesland und Drenthe kamen. Die Niederländer wurden beispielweise zur Trümmerbeseitigung oder zum Bunkerbau gezwungen. In den unbeheizten, völlig überbelegten Baracken herrschten katastrophale hygienische Zustände, die zusammen mit den Repressalien der Wachmannschaften zu einer hohen Sterblichkeitsquote führten. Von den schätzungsweise rund 1000 Männern, die das Lager durchliefen, starben bis zu 5 pro Tag. Das Lager wurde erst nach der Besetzung Wilhelmshavens am 6. Mai 1945 durch polnische Truppenteile befreit und aufgelöst. Die Überlebenden wurden kurze Zeit danach durch kanadische Soldaten in die Heimat zurückgebracht.
Auf Anregung der ehemaligen "Wilhelmshavener Gedenkstätteninitiative" wurde die Gedenkstätte mit den zwei rechteckigen Granitplatten am 12.Oktober 1990 eingeweiht. Eine der Platten enthält die folgende deutsch-holländische Inschrift, deren Anfang wie folgt lautet: "Den Opfern zum Gedenken/ Der Nachwelt zur mahnenden Erinnerung.
" "De slachtoffers ter nagedachtenis/ Het nageslacht tot manende herinnering."
Zum Einweihungszeitpunkt 1990 stand noch der Teil einer einzelnen Baracke, die dem nahegelegenen Tennis- und Hockeyclub als Geräteraum diente. Auch diese ist inzwischen verschwunden. Teile der Baracke und ein Modell einer der Baracken sind im ::Küstenmuseum Wilhelmshaven ausgestellt. Vorort ist nur noch die Gedenkstätte geblieben, die seit ihrer Einweihung jedes Jahr von einer größeren Gruppe ehemaliger niederländischen Zwangsarbeiter und ihrer Angehörigen besucht wird. Im Jahr 2004 wurde zusätzlich eine großformatige Informationstafel aufgestellt, die neben weiteren Informationen ein Luftbild des ehemaligen Lagergeländes mit den Baracken zeigt.
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Genossenschaftsfamilie
Die von Brigitte Stamm (Berlin) geschaffene Skulpturengruppe "Genossenschaftsfamilie" befindet sich auf einem kleinen Platz an der Kieler-/Ecke Bremer Straße. Die Gruppe besteht aus den drei Bronzefiguren "Frau mit 2 Kindern", "Mann mit Fischen und Katzen" und "Kinder im Badebottich". In der Figur "Kinder im Badebottich" ist eine kleine Wasserfontäne eingebaut, die den Eindruck eines wirklichen Bades der Kinder verstärkt. Der Platz mit den Skulpturen wurde 1993 aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Wilhelmshavener Spar- und Baugesellschaft, einer Wohnungsbaugenossenschaft, hergerichtet.::Virtual Earth
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Geologischer Steingarten am NIhK
Der geologische Steingarten des "Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung" (NIhK) befindet sich vor dem Eingangsbereich des Hauptgebäudes in der Viktoriastraße 26/28. Der frei zugängliche Steingarten zeigt momentan sechs größere Findlinge, die an unterschiedlichen Orten in Norddeutschland gefunden und im Steingarten zusammengetragen wurden. Zu jedem Findling gibt es eine kleine Infotafel, auf der Wissenswertes zum Findling zu lesen ist. Zusätzlich hat das NIhk ein ::Faltblatt über den Steingarten veröffentlicht.
Und woher stammen die Findlinge? Die Findlinge sind Überbleibsel der letzten Eiszeit, während der sich die Gletscher des skandinavischen Festlands bis nach Norddeutschland erstreckten und dabei allerlei Materialien vom Sandkorn bis zu ganz großen Steinblöcken mit sich brachten. Die Geologen sprechen von "Geschiebe". Nach dem Abschmelzen der Gletscher blieben diese Geschiebe, zu denen auch die Findlinge gehören, liegen. Die Menschen nutzten die Findlinge in den vergangenen Jahrhunderten zu sehr unterschiedlichen Zwecken, wie z.B. für den Bau von Hügelgräbern, den Bau von Kirchen, für Mahlsteine oder auch für Grabdenkmäler.
Aus dem Aussehen und der spezifischen Zusammensetzung der Findlinge kann man auf den Herkunftsort der Steine schließen und sie sogar bestimmten Regionen in Skandinavien zuordnen. Die Geologen sprechen dann von "Leitgeschiebe". So haben zwei der im Steingarten ausgestellten Findlinge weite Wege hinter sich, einer kommt von den schwedischen Åland Inseln in der Ostsee, ein anderer aus der Gegend von Hardeberga in Schonen, das im Südwesten von Schweden liegt.
Und was macht das NIhK? Das NIhK erforscht die Landschaftsentwicklung und Siedlungsgeschichte im Gebiet der südlichen Nordsee. Dazu steht dem Institut ein Team von spezialisierten Mitarbeitern aus den Gebieten Archäologie, Historischer Geographie, Botanik und Geologie zur Verfügung, dass die Grundlagenforschungen, Untersuchungen, Auswertungen und Veröffentlichungen durchführt. Das Institut wurde 1938 als Provinzialstelle für Marschen- und Wurtenforschung am Landesmuseum Hannover gegründet. 1939 wurde eine Außenstelle in Wilhelmshaven eingerichtet. Nach der Gründung des Landes Niedersachsen erfolgte 1947 die endgültige Verlegung nach Wilhelmshaven unter dem Namen "Niedersächsische Landesstelle für Marschen- und Wurtenforschung". 1988 erhielt das Institut seinen heutigen Namen.
Das ältere, denkmalgeschützte Gebäude des NIhK direkt an der Viktoriastraße besteht aus zwei ehemaligen Doppelhaushälften und diente ursprünglich zwei Marineoffiziersfamilien als Zuhause. Als eines der wenigen Gebäude überstand es trotz seiner Nähe zur Kriegsmarinewerft den Bombenabwürfen der Alliierten auf Wilhelmshaven und konnte wieder hergerichtet werden. 1967 erhielt das Gebäude den nach hinten gelegenen, größeren Anbau in Flachdachbauweise.
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Homepage:
::Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung

Gericht und Recht
Das von dem Oldenburger Künstler Udo Reimann geschaffene Kunstwerk "Gericht und Recht" befindet sich am ::Amtsgericht in der Marktstraße 15. Das am 18. November 1985 zur Fertigstellung der Amtsgerichtserweiterung eingeweihte Werk besteht aus zwei Teilen, die sich in einem Spannungsfeld zueinander befinden. In einer ehemaligen Fensternische des historischen Amtsgerichtsgebäudes steht ein 2,00 m hohes und 1,30 m breites Bronzerelief mit der Abbildung einer mittelalterlichen Gerichtsszene. Dabei ist das Relief so angeordnet, dass die rechte Seite einseitig hervorsteht und so einen räumliche Wirkung auf den Betrachter ausübt. In unmittelbarer Nähe zum Relief steht ein freistehender überdimensionaler Richterstuhl aus rotem Granit, auf dem ein aufgeschlagenes Buch aus Bronze liegt. Der Richterstuhl ist leicht schräg aufgestellt und erweckt so den Eindruck, als wenn das Buch vom Stuhl herunterrutschen könnte.Virtual Earth::Virtual Earth
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Geschützrohr der S.M.S Seydlitz
Das Mittelstück eines Geschützrohrs des Schlachtkreuzers  ::S.M.S Seydlitz begleitet die Wilhelmshavener Stadtgeschichte nun schon seit der Skagerrakschlacht von 1916.
Die ::Seeschlacht vor dem Skagerrak war die größte Seeschlacht während des Ersten Weltkrieges. Vom 31. Mai 1916 bis zum 1. Juni 2016 kämpfte die deutsche Kaiserliche Hochseeflotte gegen die Britische Hochseeflotte vor der dänischen Jütlandküste. An den Kämpfen waren rund 250 Schiffe beider Flotten beteiligt.
Während der Schlacht griff die 1912 vom Stapel gelaufene S.M.S. Seydlitz zusammen mit der S.M.S Derfflinger den britischen Schlachtkreuzer "Queen Mary" an und konnte ihn versenken. Im weiteren Verlauf der Schlacht erhielt die S.M.S. Seydlitz insgesamt 22 schwere Artillerietreffer der Kaliber 30,5 bis 38,1 cm sowie einen Torpedotreffer im Vorschiff. Sie lief vorne teilweise voll und musste am darauffolgenden Tag, dem 1. Juni 1916, schwer beschädigt die Heimfahrt nach Wilhelmshaven antreten. Mit rund 5.300 t Wasser an Bord lag das Vorschiff bereits soweit unter Wasser, dass ihr vorderes Deck überspült wurde. Daher entschied der Kommandant
Kapitän zur See von Egidy die S.M.S. Seydlitz die letzte Wegstrecke bis zur III. Einfahrt in Wilhelmshaven rückwärts zu fahren. Nur mit Mühe erreichte der Schlachtkreuzer den Wilhelmshavener Hafen, wo das Schiff bis November 1916 im dortigen großen Schwimmdock Instand gesetzt wurde.
Der Ausgang der Schlacht wurde im Kaiserreich als Erfolg gefeiert, da die Royal Navy deutlich höhere Verluste an Schiffen und Menschenleben hinnehmen musste. Jedoch änderte die Skagerrakschlacht nichts an der strategischen Ausgangslage. Die Kaiserliche Hochseeflotte blieb in der nachfolgenden Zeit überwiegend in den von der Royal Navy blockierten deutschen Häfen.
Um den vermeintlichen Erfolg in der Skagerrakschlacht nach dem Ersten Weltkrieg zu dokumentieren, wurde ein ausgemustertes Geschützrohr der S.M.S. Seydlitz als Symbol an prominenter Stelle in Wilhelmshaven ausgestellt. Bei dem Geschützrohr handelt es sich um das Mittelstück des rechten Geschützrohres von Turm "E" auf der hinteren Backbordseite der S.M.S. Seydlitz, dass während der Schlacht durch einen Volltreffer schwer beschädigt wurde. Das Rohr mit dem Innendurchmesser vom Geschützkaliber 28 cm war ursprünglich 14 m lang und wog 77,6 t.
Das Geschützrohr wurde nach der Instandsetzung der Bewaffnung zunächst vor der Artillerie-Werkstatt abgelegt. Planungen der Marineleitung sahen schließlich eine Übergabe an die "Reichsmarinesammlung", einer Abteilung des Museums für Meereskunde in Berlin, vor. Daraus wurde jedoch nichts. Ein weiterer Vorschlag, das Geschützrohr als Leihgabe für das 1930 eingeweihte, heute nicht mehr existierende Marine-Ehrenmal am Fuße der ::Kaiser-Wilhelm-Brücke zu verwenden, wurde ebenfalls nicht verwirklicht.
Schließlich wurde das Geschützrohr auf Betreiben des Marinepfarrers Friedrich Ronneberger (1886–1968) auf der nordöstlichen Rasenfläche vor der zur Marine-Gedächtniskirche ausgebauten Elisabeth-Kirche, der heutigen ::Christus- und Garnisonkirche, ausgestellt. Viele alte Ansichtskarten zeigen das Motiv des auf Stützen ruhenden Geschützrohres. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch Bombentreffer beschädigt und das Geschützrohr wurde von seinen Stützen geworfen. Im Mai 1952, im Rahmen des Wiederaufbaus der Kirche, wurde das im Gras liegende Geschützrohr wieder auf neue Stützen gehoben und verblieb zunächst an der gewohnten Stelle. Nach dem Bau des ::Gorch-Fock-Heims in der Viktoriastraße erfolgte 1968 die Verlegung des Geschützrohrs auf einem Platz direkt vor dem Gorch-Fock-Heim. Heute wird das Geschützrohr als Exponat im 1998 eröffneten ::Deutschen Marinemuseum gezeigt.
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GEWTrafostationen
siehe ::Trafostationen

Gezeitenanzeiger
Der Gezeitenanzeiger befindet sich in der südöstlichen Ecke des ::Friedrich-Wilhelm-Platz (Gökerstr. /Ecke Ebertstr.) und zeigt die Südstrand-Badezeiten an.
In eine ca. 3 m hohe
geklinkerte Säule ist ein Anzeigeinstrument eingebaut, das über ein Rohr mit einem in den 1860er Jahren gebohrten artesischen Brunnen in Verbindung steht. Dieser Brunnen ist rund 82 m vom Anzeiger entfernt und 238 m tief. Er reicht bis in eine Schicht aus zuckerfeinem, grauen Sand tertiären Ursprungs, auf der eine 50 m starke, wasserundurchlässige Tonschicht liegt. Diese trennt als Deckschicht das darüber vorhandenen Salzwasser von dem Süßwasser. Das Süßwasser in seiner Linse steht unter ca. 24 atü Druck. Es steigt deshalb artesisch hoch bis zu 70 cm über der Erdoberfläche. Der Druck in der Süßwasserlinse schwankt dabei in Abhängigkeit zu dem unterschiedlichen Druck, den die Gezeiten bei Ebbe oder Flut im Untergrund erzeugen. Diese Schwankungen macht man sich zunutze, indem man in dem Brunnenrohr eine Art Schwimmer installiert hat, mit dem der Gezeitenanzeiger gesteuert wird. Der Zeiger zeigt dabei in unterschiedlichen Farben badefreundliche und badegefährliche Zeiten an und auch solche, in denen man auf dem Trockenen schwimmen würde - bei Ebbe.
Die Süßwasserlinsen sind im Wilhelmshavener Untergrund recht häufig. Sie enthalten trinkbares Wasser und die Brunnen zu ihnen werden aus Sicherheits-/Reservegründen auch nach wie regelmäßig gewartet. Eine weitere dieser Linsen in rund 230 m Tiefe speist beispielsweise auch den ::Friesenbrunnen im Kurpark.
Im August 2008 wurde der defekte Gezeitenanzeiger in einer Gemeinschaftsaktion von Auszubildenden der nautischen Ausbildungsabteilung des Marinearsenals und der Werkstatt der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft überholt und das komplette Anzeigewerk instand gesetzt.
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Gorch-Fock-Haus
siehe ::Modell der Gorch Fock I.

Gotthilf-Hagen-Platz
Der Gotthilf-Hagen-Platz erinnert an den Fachmann für Wasserbau Gotthilf Heinrich Ludwig Hagen (1797–1884), einen Mann der ersten Stunde in Wilhelmshaven. Hagen entwarf den ursprünglichen Hafenplan für den "ersten deutschen Kriegshafen an der Jade". Er bestimmte damit nachhaltig den Grundriss des preußischen Marine-Etablissements, aus dem später Wilhelmshaven entstand. Sein 1856 von König Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) genehmigter Entwurf zur Anlage des Hafens war von bemerkenswerter Weitsicht und Sachverstand geprägt. Der Entwurf erfüllte die damaligen noch geringen Anforderungen der preußischen Admiralität und ließ trotzdem ausreichend Raum für zukünftige Erweiterungen. Von 1855 bis 1856 leitete er als Vorsitzender die zuständige Hafenbau-Kommission. Er begleitete vor Ort die beginnenden Baumaßnahmen bis er 1856 die Aufgaben an Heinrich Wilhelm Goeker weitergab und nach Berlin zurückkehrte.
Der nach ihm benannte Platz liegt an der Südseite des Valoisplatzes (zwischen Rhein- und Weserstraße). Der Platz entstand bereits 2006 im Rahmen der Maßnahmen, die die Innenstadt näher an das Wasser anbinden sollten. Erst am 1. Dezember 2007 wurde der bis dahin nicht benannte Platz auf den Namen Gotthilf-Hagen-Platz getauft und mit der Übergabe einer Plastik zu Ehren von Gotthilf Hagen offiziell eingeweiht. Die vom Wilhelmshavener Künstler Hartmut Wiesner angefertigte Plastik ist eine Schenkung des Heimatvereins "Die Boje" an die Bürger der Stadt.
Im November 2009 versetzte man die Plastik auf Wunsch der Wilhelmshavener Touristik und Freizeit GmbH (WTF) von ihrem ursprünglichen Standort an der Rheinstraße mehr zur Weserstraße. Die Verlegung sollte Raum schaffen, um die seit Weihnachten 2008 zum Weihnachtsmarkt aufgestellte Eisbahn näher an den Weihnachtsmarkt auf dem Valoisplatz zu bringen.
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Grabmal für die Toten des Artillerieschulschiffs S.M.S. Mars
Das Grabmal für die Toten des Artillerieschulschiff S.M.S. Mars befindet sich auf dem ehemaligen Marinegarnisonsfriedhof an der Gökerstraße zwischen der Zedeliusstraße und der Ulmenstraße. Die heutige Parkanlage mit ihrem altem Baubestand war ab November 1878 der erste Friedhof der Marinegarnison in Wilhelmshaven. Ab 1914/1915 übernahm dann der ::Ehrenfriedhof im Rüstringer Stadtpark diese Funktion. Der alte Marinegarnisonsfriedhof wurde dann durch Ratsbeschluss vom 28. September 1966 endgültig geschlossen, die meisten Gräber eingeebnet und danach in eine Parkanlage umgewandelt. Heute erinnern nur noch die zwei Denkmäler für ::S 178 und S.M.S. Mars sowie einige Grabsteine an den ursprünglichen Zweck.
Das Mars-Grabmal erinnert an ein schweres Explosionsunglück an Bord des ::Artillerieschulschiffs S.M.S. Mars, bei dem 10 Tote und viele Verletzte zu beklagen waren. Das in Wilhelmshaven beheimatete Schiff der kaiserlichen Marine lief am 15. November 1879 als Baunummer 5 auf der Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven vom Stapel. Ab dem 1. April 1881 erfolgte die Indienststellung und Einsatz zur Ausbildung der Mannschaften und zur Erprobung moderner Kanonen und Techniken in der Nordsee. Das Unglück ereignete sich am 26. April 1881 während einer Schießübung, nur rund drei Wochen nach der Indienststellung des Schiffs.
Das kunstvoll gestaltete Grabmal steht im westlichen Teil der Parkanlage zur Schulstraße und ist leider in keinem guten Zustand, da es stark mit Grünbelag bedeckt ist. Es trug ursprünglich an drei Seiten je eine weiße Marmortafel, von denen heute jedoch die linke und die rechte Tafel durch Vandalismus stark beschädigt sind. Außerdem fehlt das kleine, steinerne Kreuz, welches auf alten Fotos noch an der Spitze des Grabmals vorhanden ist.
Die noch unbeschädigte Tafel an der Vorderseite zeigt die Widmung "DEN KAMERADEN / WELCHE DURCH EXPLOSION / EINER GRANATE AN BORD / S.M. ARTILLERIESCHIFF / "MARS" / IN TREUER PFLICHTERFÜLLUNG / AM 26. APRIL 1881 / DEN TOD FANDEN, ZUM / EHRENDEN ANGEDENKEN". Die Tafel an der rechten Seite trug die Innenschrift "SEI GETREU / BIS IN DEN TOD / SO WILL ICH DIR DIE KRONE / DES LEBENS GEBEN", zu erkennen ist jedoch heute nur noch die erste Zeile. Die Tafel an der linken Seite trägt schließlich die Dienstgrade und die Namen der 10 getöteten Marinesoldaten. Aufgrund der großen Zerstörung dieser Tafel sind heute nur noch die Namen der "Kadetten / CZECH MAPPES / Obermatrosen / DESKOWSKI KEESENBERG / SCHULZ MEYER BUCH... / ... S... DIRKSEN" zu entziffern.

GPS-Referenzpunkt Wilhelmshaven
siehe ::Navigationsvergleichspunkt

Granitstein mit Informationstafel zur Lage der [ehemaligen] Siele in Rüstersiel
Im Rahmen des Rüstersieler Hafenfestes gedachte man am 9. Juni 2007 der Errichtung des 1. Rüstersieler Siels im Jahre 1607. Der Verein Rüstersieler Gemeinschaft e.V. stellte aus diesem Anlass einen Granitstein mit Informationstafel auf der Nordseite der Rüstersieler Brücke auf. Die Tafel informiert über die Lage der [ehemaligen] Siele in der Umgebung von Rüstersiel. ::Virtual Earth
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Grenzpfahl
Am Anfang der ::Fußgängerzone in Höhe der Grenzstraße/Ecke Peterstraße steht seit 1984 ein rekonstruierter Grenzpfahl mit den Wappen der Stadt Wilhelmshaven und der Stadt Rüstringen.
Wie die Grenzstraße erinnert der Grenzpfahl an die ehemalige Landesgrenze zwischen der preußischen Stadt Wilhelmshaven und der direkt angrenzenden oldenburgischen Stadt Rüstringen. Die Grenze verlief, stark vereinfacht gesagt, ungefähr parallel der Luisenstraße über die Markt-straße zur Grenzstraße und dann entlang der Bismarckstraße bis zur Gökerstraße, von dort weiter über die Margarethenstr. bis zur Heppenser Straße. Ab hier dann in einigem Abstand parallel zur Heppenser Straße weiter in Richtung Deich zur Innenjade.
Über Jahrzehnte gelang es den Regierungen beider Staaten nicht, den immer größer werdenden Schwesterstädten eine gemeinsame kommunale Verwaltung zu ermöglichen. Die Grenze hinterließ in vielen Bereichen des kommunalen Lebens ihre Spuren. Die Polizei verlor an dieser Grenze ihre Befugnisse. Gesuchte Verbrecher wechselten auf die andere Straßenseite, um der Polizei zu entkommen. Schwangere Frauen entbanden ihre Kinder wegen der unterschiedlichen Gebühren für Hebammen im Oldenburgischen. Unterschiedliche Sperrstunden führten dazu, dass nach Eintritt der Sperrstunde die Gäste einer Gaststätte über die Grenze wechselten und in einer noch geöffneten Gastwirtschaft weitertranken.
Die Administration beider Kommunen klärte strittige Themen in den Bereichen Kanalisation, Trinkwasserversorgung sowie Straßenbau oft erst nach langwierigen Verhandlungen. Erst die Zwangsvereinigung der Zwillingsstädte durch das "Groß-Hamburg-Gesetz" der Nationalsozialisten im Jahre 1937 beendete diese Problematik. Die vereinigte Stadt erhielt den Namen Wilhelmshaven.
Neben den beiden Wappen trägt der Grenzpfahl eine hölzerne Tafel mit der Inschrift: "DIESE STRASSE BILDETE BIS / ZUM 31.3.1937 / DIE GRENZE ZWISCHEN DER / OLDENBURGISCHEN STADT RÜSTRINGEN / UND DER / PREUSSISCHEN STADT WILHELMSHAVEN. / ZUR ERLÄUTERUNG DER BEZEICHNUNG /  GRENZSTRASSE / WURDE DIESER GRENZPFAHL VON DER / BfG BANK FÜR GEMEINWIRTSCHAFT / GESTIFETET."::Virtual Earth
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Hafenrundfahrten
Die Nordsee- und Hafenstadt Wilhelmshaven bietet selbstverständlich auch Rundfahrten durch ihre Häfen an. Hierbei unterscheidet sich das Angebot hauptsächlich dadurch, ob der Außenhafen mit den Hafenanlagen am tiefen Fahrwasser der Außenjade oder der Binnenhafen angesteuert wird.
Von April bis Oktober werden von der Reederei Warrings täglich Hafenrundfahrten in den Marinehafen und zu den Hafeneinrichtungen an der Außenjade angeboten. Das Ausflugsschiff der Reederei ::MS Harle-Kurier ist am Wangeroog-Kai gegenüber dem ::Helgolandkai stationiert und fährt mehrmals täglich von dort zu Rundfahrten ab. Außerdem übernimmt die "MS Harle-Kurier" in den Monaten Juni, Juli, August den Personenverkehr nach Eckwarderhörne/Butjadingen auf der anderen Seite des Jadebusens.
Die ::MS Etta von Dangast unter ihrem Kapitän
Anton Tapken ist in Dangast beheimatet. Das Schiff bietet in den Sommermonaten in unregelmäßigen Abständen individuelle Ausflüge auf See, zu den Seehundbänke, nach Hooksiel oder nach Dangast an. Los gehen die Fahrten vom Helgoland- oder vom Wangeroog-Kai.
Zwei Veranstalter bieten Hafenrundfahrten durch den Binnenhafen. Die marine-historischen Hafenrundfahrten werden vom ::Deutschen Marinemuseum organisiert. Abfahrtsort ist der Anleger direkt neben dem Deutschen Marinemuseum. Die beiden Motorbarkassen »NEPTUN« und »FRIEDRICH A. MEYER« fahren zwischen April und Oktober und steuern auch das Marinearsenal Wilhelmshaven an.
Der  Anbieter "Jade-Barkassen Rubinic" hat seinen Anleger zwischen der Kaiser-Wilhelm-Brücke und dem deutschen Marinemuseum. Als Barkasse steht die ehemalige Hamburger Hafenbarkasse ::Grosse Freiheit zur Verfügung. Sie gehört der ::Interessengemeinschaft zur Erhaltung historischer Fahrzeuge e.V.  in Wilhelmshaven und wurde im Mai 2006 an die Jade überführt und instandgesetzt. In den 1950er Jahren diente die Barkasse in einigen alten deutschen Filmen als Kulisse, so z.B. im Kinofilm „Der Mann im Strom“ von 1958 mit Hans Albers. Die rund einstündigen Hafenrundfahrten zeigen die maritimen Sehenswürdigkeiten im Binnenhafen und im Marinearsenal.::Virtual Earth
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Hans-Gabriels-Platz
Der Hans-Gabriels-Platz befindet sich im Stadtteil Rüstersiel an der Ecke Flut-/Waagestraße. Der dreieckige Platz wurde am 30. April 2015 nach dem langjährigen SPD-Ratsherrn Hans Gabriels (1929–2013) benannt, dessen beispielhaftes kommunales Engagement und Wirken damit geehrt wurde. Auf dem Platz steht ein Gedenkstein mit der Inschrift "Hans Gabriels: Ratsherr, Förderer und unermüdlicher Streiter für Rüstersiel, seine Bewohner und den Rüstersieler Hafen. Seine Verdienste sind nicht vergessen." Weiterhin ist Gabriels Leitspruch zu lesen:

Ein bisschen mehr Wahrheit immerdar.
Und viel mehr Hilfe in jeder Gefahr!
Ein bisschen mehr Wir und weniger Ich.
Ein bisschen mehr Kraft - nicht so zimperlich.

Hans Gabriels saß von 1981 bis 2011 für die SPD im Rat der Stadt Wilhelmshaven und war Mitbegründer der Gemeinschaft Rüstersiel und deren langjähriger Vorsitzender. Sein parteiübergreifendes Wirken für die Belange und Sorgen der Rüstersieler trug ihm schon zu Lebzeiten große Anerkennung ein. Nach Einschätzung von Wegbegleitern hat das Dorf Rüstersiel und der ::Rüstersieler Hafen ihm viel zu verdanken.::Virtual Earth
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Harmonikaspieler und tanzendes Mädchen
Der Harmonikaspieler und das tanzende Mädchen sind ein Skulpturenpaar im Stadtteil ::Siebethsburg. Sie stehen in einer kleinen Grünanlage an der Einmündung der Edo-Wiemken-Straße in die tom-Brok-Straße. Die beiden rund 80 cm hohen Figuren sind aus gebrannten Klinkerton hergestellt und stehen mit ihren Bodensockeln etwas erhöht auf gemauerten Klinkerpodesten. Beide Figuren stehen rund drei Meter voneinander entfernt.
Die rechte Figur zeigt einen Harmonika spielenden Matrosen, der sein Gesicht der linken Figur, einem fröhlich tanzenden Mädchen zugewandt hat. Das Mädchen ist mit Kleid und Schürze sowie schweren Gummistiefeln bekleidet. Um die Schultern trägt es ein Tuch mit Fransen. Beiden Figuren hat der Wilhelmshavener Bildhauer Rudolf Grau ein Tier zur Seite gestellt, das der jeweiligen Figur zwischen den Beinen hervorschaut. Beim Matrosen schaut ein Terrier hervor, beim Mädchen eine angriffslustige Katze. Die Figurensockel sind mit der Signatur des Künstlers "R. GRAU" versehen.
Die genaue Entstehung der Figuren ist nicht bekannt. Im Band 1 der Reihe "Kulturlandschaft Wilhelmshaven", Seite 122, wird ein Zeitungsbericht vom 27.01.1939 erwähnt, in dem von Planungen zur Aufstellung der Figuren im Hof des Arbeitsamtes der Marinewerft an der Gökerstraße berichtet wird. Ob die Figuren dort jemals standen und wie und wann sie an ihren heutigen Standort gelangten, ist unbekannt.
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Heilig Land
siehe ::Friedhof "Heilig Land"

Hein und Grete
Hein und Grete sind zwei Skulpturen aus Muschelkalk-Kunststein, die sich am Schwanenteich in der nordöstlichen Ecke des Wilhelmshavener ::Kurpark befinden. Die beiden etwa 1 m hohen Skulpturen sitzen in sicherem Abstand voneinander auf einem ebenfalls 1 m hohen Klinkersockel. Beide Skulpturen entstanden 1936 durch den Wilhelmshavener Bildhauer Kurt Rieger. Ursprünglich befand sich ihr Standort auf der Ostseite des Schwanenteiches direkt an der Kreuzung Gökerstraße/Bismarckstraße. Viele historische Ansichtskarten zeigen das Paar, dass direkt am Teich seinen Platz hatte. Grete bekam ihren Namen von der Wilhelmshavenerin Margarethe Gutow, der Frau, die Rieger für die weibliche Plastik Modell saß und die der Bildhauer immer nur "Margaretchen" nannte. Die Wilhelmshavener Bevölkerung verkürzte diesen Namen und so entstand die "Grete". Vorbild für die männliche Plastik war der Wilhelmshavener Grafiker Herbert Lütgens, den Rieger als Modell für den Akkordeon spielenden Seemann auswählte. 1944 verschwand Grete nach einem der vielen Bombenangriffe auf Wilhelmshaven und galt als zerstört. Der Künstler H.J. Beyer erschuf darum sieben Jahre später die neue Skulptur ::Anna als "Grete"- Ersatz. 1953 fand man die vermisste "Grete" unbeschädigt im Schlamm des Teiches und stellte sie wieder an ihrem ursprünglichen Ort auf. Die "Anna" musste weichen. An ihren heutigen Standort gelangten die beiden wiedervereinten Skulpturen 1966. Im Rahmen der Baumaßnahmen an der so genannten Korte-Kreuzung (Bismarckstr./Gökerstr./Knorrstr.) versetzte man Sie aus Platzgründen an das gegenüberliegende Ufer des Schwanenteichs.::Virtual Earth
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Heinrich-Gätke-Halle
siehe ::Vogelwarte Helgoland

Helgoland-Kai
Der Helgoland-Kai ist der Startpunkt von ::Hafenrundfahrten und war bis Ende 2014 An- und Ablegeplatz für den Seebäderverkehr der "Wilhelmshaven Helgoland Linie" zur Insel Helgoland. Der Anfang 2004 aufwendig sanierte Kai liegt am Ende der Südstrandpromenade in der Zufahrt zur ehemaligen 1. Einfahrt.
Jahrzehntelang fuhr das Seebäderschiffes ::MS Wilhelmshaven von hier nach Helgoland. 2004 wurde die Wilhelmshaven leider nach Italien verkauft.
Danach kam es zu einem kurzen Gastspiel der
Fahrgastschiffe "CatNo1" und "Atlantis" der ::Flensburger Förde Reederei Seetouristik. Die Schiffe hinterließen einen unbefriedigenden Eindruck, da sie teils aus technischen Problemen, teils wegen mangelnder Fahrgastzahlen die Insel nicht mehr täglich ansteuerten.
Ab dem 1. Juni 2006 übernahm dann das Fahrgastschiff
::MS Helgoland der ::Emder Reederei AG Ems täglich ab 9:00 Uhr den Linienverkehr zur einzigen deutschen Hochseeinsel Helgoland (Schlechtwetter vorbehalten). Die 77,9 m lange und 12,6 m breite "Helgoland" konnte zwischen 800 bis 1200 Passagiere an Bord nehmen. Weitere technische Daten: Geschwindigkeit 16 Knoten, 1850 Bruttoregistertonnen, Tiefgang 2,70 m. Bei der Helgoland handelte es sich um eine umgebaute Autofähre, was bei vielen Fahrgästen auf wenig Gegenliebe stieß. Da die ehemalige Autofähre bei stärkerem Wind nur bedingt hochseetüchtig war, kam es auch hier immer wieder zu wetterbedingten Ausfällen. 2014 verkehrte die ehemalige Fähre, die nun von der Reederei Cassen Eils betrieben wurde, täglich nur noch von Ende Juni bis Anfang September. Wirtschaftlich eine viel zu kurze Saison.
Ende 2014 teilte die Reederei dann auch mit, dass der Betrieb mangels Wirtschaftlichkeit eingestellt wird. Alternativ sollen nun an ausgewählten Terminen Fahrten mit dem Seebäderschiff ::MS Fair Lady vom nördlich von Wilhelmshaven gelegenen Hooksiel nach Helgoland angeboten werden. Da die ersten Fahrten erfolgreich verliefen, wurde der Fahrplan ausgeweitet. So stehen in der Saison 2016 stehen 22 Fahrten inklusive dem Abenteuer ::Ausbooten auf dem Fahrplan. Die Fahrten finden i.d.R. dienstags und mittwochs ab 9:30 Uhr statt, die Fahrzeit beträgt 2 Stunden und 15 Minuten. Der Aufenthalt auf Helgoland dauert rund 4 Stunden, die Rückfahrt startet um 16:00 Uhr. ::Virtual Earth
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Heppenser Kirche
Die Heppenser Kirche wird als Pfarrkirche erstmals 1495 erwähnt. Die Kirche wurde auf einer rund 6,50 m über dem Meeresspiegel liegenden Wurt, dem heutigem "Heppenser Berg" errichtet. Das Hauptschiff mit dem einfachen Kirchenraum stammt aus dem 15. Jahrhundert. Wie es auf der ostfriesischen Halbinsel Tradition ist, stand der Glockenturm separat neben der Kirche. Der Turm an der Westfront der Kirche wurde erst 1893 vor dem Westeingang der Kirche angebaut und der alte Glockenturm abgebrochen. Ursprünglich war dieser neue 40 m hohe Kirchturm mit einem sehr hohen spitzen Glockenturm versehen. Dieser musste jedoch schon 1940 auf die Höhe des Kirchendaches abgebrochen werden, da es Probleme mit der Statik des hohen Kirchturms gab. Diese resultierten wahrscheinlich aus den beim Bau der 4. Hafeneinfahrt (1936–1942) notwendigen Absenkungen des Grundwasserspiegels. An Stelle des hohen Turms wurde 1947 der Glockenturm in seiner heutigen Form aufgebaut. Als Baumaterial dienten die Trümmer der im 2. Weltkrieg zerstörten ersten Pastorei. Im Glockenturm hängen heute vier Glocken. Unterhalb der Glocken befindet sich auf Höhe des Kirchendaches die große Uhr des Kirchturms. Das mechanische Uhrwerk der Firma J.F. Weule von 1898 ist in einem mannshohen separaten Schrank eingebaut und noch intakt. Trotzdem wird die Uhr heute mit Hilfe der moderne Computertechnik ferngesteuert.
Im Innenraum der Kirche befindet sich der aus dem 13. Jahrhundert stammende romanische Taufstein. Er ist der älteste Taufstein Wilhelmshavens und soll aus der Kirche des untergegangenen Kirchspiels Dauens gerettet worden sein. Die Kanzel wurde 1632 von Ludwig Münstermann's Sohn Claus geschaffen. Sie ist mit der Darstellung der 4 Evangelisten, der Darstellung der 5 Sinne durch weibliche Halbfiguren sowie zweier Engel geschmückt. Unter dem Schalldeckel der Kanzel ist das Auge Gottes zu sehen. An der östlichen Stirnseite der Kirche befindet sich der Altar mit einem Altarbild von 1650. Das Altarbild wurde von Klaus Thönes gemalt und zeigt das letzte Abendmahl. Aktuell ist das Altarbild eingelagert, damit der Altar als Tisch beim Abendmahl verwendet werden kann.
Auf der nördlichen Seite, etwa in der Mitte des Kirchenraumes hängt eine vom Wilhelmshavener Künstler Heinz Janzsen bemalte Schranktür, auf der die Paradiesgeschichte aus dem 1. Buch Moses, Kapitel 2-3 dargestellt ist. Auf einer Empore im Westturm befindet sich die Orgel der Heppenser Kirche, die 1966 von der Wilhelmshavener Firma Orgel-Führer gebaut wurde. Zum Kirchraum ist die Empore mit den bemalten Holzbildern der 12 Apostel verziert. Die Bilder stammen wahrscheinlich aus dem Jahre 1700.
An der Wand links hinter dem Altar befindet sich noch eine Flutmarke mit dem Datum 25.12.1717. Bis zu dieser Marke stand Weihnachten 1717 das Hochwasser bei der so genannten Weihnachtsflut, die größte bis dahin bekannte Sturmflut mit Überflutungen und Verwüstungen ungeheuren Ausmaßes. Die auf der erhöhten Wurt gebaute Kirche diente 350 Heppensern als einzige Zuflucht, trotzdem verloren 128 bei der Sturmflut ihr Leben.
1893 wurde die Kirche auf den damaligen Zeitgeschmack getrimmt. Neben dem schon erwähnten Anbau des hohen Glockenturms, der der Kirche das Aussehen einer Stadtkirche geben sollte, wurden viele Teile der Innenausstattung mit brauner Ölfarbe überstrichen. Darunter waren auch der Taufstein, die Kanzel und die Orgelempore. Die Bilder der Orgelempore wurden ganz entfernt. 1966 fand man sie in einer Kaserne am Mühlenweg wieder. Ihr Zustand war katastrophal, sie hatten sogar Schusslöcher, da man sie dort zwischenzeitlich als Zielscheibe genutzt hatte.
Im Oktober 2010 konnte unter dem Thema "Im neuen Licht" die Restaurierung und Neugestaltung der Kirchenfenster in der Heppenser Kirche gefeiert werden. Im Jahre 2007 wurde bei der Räumung der Betriebsräume der Glasereifirma Dobberkau überraschend alte Glasfenster auf dem Dachboden der Firma gefunden. Wie sich herausstellte, handelte es sich um die 1966 ausgebauten bunten und reich verzierten ehemaligen Glasfenster der Heppenser Kirche. Die bei der grundlegenden Umgestaltung der Kirche von 1893 eingebauten Kirchenfenster wurden im 2. Weltkrieg teilweise zerstört, konnten danach aber wieder repariert werden und verblieben bis 1966 in der Kirche. Dem Zeitgeist entsprechend wurden die Motivfenster dann 1966 entfernt und durch einfachere, leicht farbige Fenster ersetzt.
Nach dem Dachbodenfund entwickelte die Heppenser Kirchengemeinde die Idee zur Wiedereinsetzung der Fenster. Dank vieler Spenden konnte diese Idee in die Realität umgesetzt werden. Zusätzlich zu den "alten" Fenstern wurde mit zwei "neuen" Fenstern ein Bogen in die Gegenwart geschlagen. Der Wilhelmshavener Künstler Hartmut Wiesner erhielt den Auftrag zum Entwurf zweier neuer Fenster als Tauf- und Kanzelfenster. Er  gestaltete das Tauffenster als "Stille"-Fenster mit Motiven der Weihnachtsflut von 1717 und das Kanzelfenster als "Wort"-Fenster mit dem Motiv einer himmlischen Leiter. Sie ergänzen die beiden historischen Altarfenster mit Christus und dem Jünger Johannes und bilden zusammen die vier Altarfenster der Kirche. Neben diesen vier Fenstern konnten weitere drei Seitenfenster an der Nordseite durch die Firma Glasstudio Derix, Taunusstein ausgetauscht werden. Für die Südseite reichte dann das Geld nicht mehr. Die drei verbliebenen schlichten Glasfenster auf der Südseite laden jetzt zum Vergleich mit den historischen Motivfenstern in der Kirche ein.
Am 14. August 2016 konnte die Kirche die Rückführung einer historischen Glocke feiern. Die Bronzeglocke aus dem Jahr 1782 musste während des Zweiten Weltkriegs als "kriegswichtige Metallspende" zum Einschmelzen abgegeben werden und galt lange Zeit als verloren. Die Glocke überstand den Krieg jedoch und fand nach Kriegsende irgendwann den Weg zur Kirchengemeinde zurück. Diese hatte jedoch bereits für Ersatz im Glockenturm gesorgt. Daher wurde die nun überzählige Glocke an die Banter Kirchengemeinde ausgeliehen. Diese verwendete sie als Glocke für das freistehende Glockengestell der Christopherus-Kapelle des CVJM-Heimes in der westlichen Marktstraße. Nach der Schließung dieser Institution wurde die Kapelle nicht mehr benötigt und die Glocke blieb still. In dieser Situation bemühte sich die Heppenser Kirche um die Glocke und traf Vorbereitungen zur Rückholung der Glocke an ihren ursprünglichen Ort. Dazu wurde der Glockenturm der Kirche zunächst geöffnet und die Nachkriegsstahlkonstruktion aus Stahl wieder gegen eine Eichenholzkonstruktion ersetzt. Im Juli 2016 erfolgte der Transport der Glocke an die Heppenser Straße und das Aufhängen der vierten Glocke in die neue Konstruktion.::Virtual Earth
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Homepage:
::Heppenser Kirche
Öffnungszeiten:
Täglich - außer mittwochs - von 8 bis 16 Uhr

Himmelsstürmer
Die Stahlskulptur "Himmelsstürmer" befindet sich seit dem Herbst 2015 an der Fassade eines viergeschossigen Neubaus in der Borkumstr. 24 im Ortsteil Heppens, ganz in der Nähe der Heppenser Kirchwurt mit der ::Heppenser Kirche. Das Gebäude der Wilhelmshavener Spar- und Baugesellschaft wurde von dem Zeteler Architekturbüro Kapels im Rahmen eines Architektenwettbewerbes entworfen. Noch während der Bauphase beauftragte die "Spar und Bau" den Wilhelmshavener Künstler Hartmut Wiesner mit einem Kunstwerk für das Dach des Neubaus. Wiesner schuf daraufhin die beiden sich an den Händen haltenden "Himmelsstürmer", die auf einem leicht schräg nach oben ragenden Stahlträger balancieren und scheinbar dem Himmel zustreben. Dabei wechseln die beiden "Himmelsstürmer" ihre Farbe abhängig von der Perspektive des Betrachters und vom Tageslicht. Das Farbspektrum reicht dabei von tiefschwarz bis fast weiß. Die Skulptur steht nach Aussage von Wiesner für Aufbruch, Fortschritt und Bewegung.
Die rund 1,90 m hohen Figuren der Skulptur sind aus 17 mm dicken Stahlblech gefertigt. Die Konturen der Figuren wurden vom Künstler mit der Hand auf die Ausgangsstahlplatte gezeichnet. Anschließend wurden sie von Mitarbeitern der Stahlbaufirma Siefken und Hollmann mit Schneidbrennern aus der Stahlplatte geschnitten und nach den Wünschen Wiesners mit Hilfe von Wärme so gebogen, dass die Figuren einen leicht dreidimensionalen Eindruck erwecken. Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch die Beschichtung der Figuren mit dem Effektpigment Eisenglimmer, das für eine winkelabhängige Farbton- oder Glanzänderung je nach Standort des Betrachters und des Tageslichts sorgt. Wiesner wollte dadurch vermeiden, dass die Figuren wie Scherenschnitte aussehen.
Die so gefertigten Figuren wurden dann mit einer aufwändigen Stahlkonstruktion am Dach des Neubaus befestigt. Die Stahlkonstruktion besteht aus einem 8 m langen Stahlträger, der in einem Winkel von 12° schräg in die Luft ragt. Insgesamt wiegt die gesamte Skulptur inklusive Träger über eine Tonne und stellte einige Anforderungen an die Statik des Gebäudes.
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Hindenburgtor
Das Hindenburgtor am nördlichen Ende der Virchowstraße ist das letzte verbliebene Eingangstor zum Wilhelmshavener ::Kurpark. Das Tor ist in das 1928 erbaute Wohn- und Geschäftshaus mit Namen Park-Passagenhaus integriert und wurde nach dem deutschen Generalfeldmarschall und Reichspräsident Paul von Hindenburg (1847–1934) benannt. Das Gebäude mit dem Hindenburgtor wurde im 2. Weltkrieg bei einem Fliegerangriff am 15. Oktober 1944 schwer beschädigt, aber nach dem Kriege wieder aufgebaut.
Das Tor trägt direkt über dem Torbogen an der dem Kurpark abgewandten Seite die Buchstaben "HINDENBURG TOR". Darüber befindet sich in einer Mauernische eine rund 90 cm hohe Büste von Paul von Hindenburg. Das Tor bildete zu seinem Entstehungszeitpunkt mit dem ::Wasserturm an der Bismarckstraße eine Sichtachse. Diese historische Sichtachse ist heute durch den wildgewachsenen Baumbestand im Bereich des Wasserturms nicht mehr vorhanden.
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Historischer Höhenfestpunkt
Historischer HöhenfestpunktAn der Nahtstelle von Langhaus und nördlichen Querhaus der ::Christus- und Garnisonkirche befindet sich ein historisch bedeutsamer Höhenfestpunkt, der ein wichtiger Ausgangspunkt für die Höhenvermessungen in Wilhelmshaven war. Er wurde im Rahmen der "Königlich Preußischen Landesaufnahme" von 1868 bis 1894 bestimmt, bei der erstmalig in ganz Preußen ein zusammenhängendes Höhennetz geschaffen wurde. Das heutige Haupthöhennetz DHHN 1992 basiert auf den Daten der "Königlich Preußischen Landesaufnahme".
Höhenfestpunkte dienten der Bestimmung des örtlichen Höhenniveaus in Bezug auf den Meeresspiegel und waren für die Planungen von Bauwerken, Straßen, Kanalisationen und Gewässern von Bedeutung. Höhenfestpunkte mussten eine besonders hohe Stabilität der Vermarkung besitzen, da der Anspruch auf ihre Genauigkeit im Millimeterbereich lag, also etwa 5-mal höher als für Lagefestpunkte. Höhenfestpunkte wurden deswegen auf geologisch und bautechnisch stabilen Orten angebracht, wie z. B. an massiv errichteten Gebäuden, die schon länger existierten und die keiner Setzung mehr unterlagen. Die 1869 als Elisabethkirche gebaute Christus- und Garnisonkirche gehört zu den ältesten Gebäuden Wilhelmshavens und erfüllte daher die Anforderungen an solche geodätischen Festpunkte.
Die silberfarbene Höhenmarke an der Kirche hat einen Durchmesser von rund 15 Zentimeter und trägt auf ihrem Rand die Aufschriften KÖNIGL.PREUSS.LANDES-AUFNAHME (oben) sowie durch zwei Sterne getrennt METER ÜBER NORMAL-NULL (unten). Im Gegensatz zum heutigen DHHN-System bezog sich das Höhenniveau der preußischen Landesaufnahme auf Normal-Null (NN), heute beziehen sich Höhenangaben auf Höhe über Normalhöhennull (NHN). Maßgeblich für die Höhe war die Oberkante des Höhenfestpunktes.
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Hochseeinsel Helgoland

siehe ::Helgoland-Kai
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Hol' über
Das Skulpturenensemble „Hol’ über” vom Maler und Bildhauer Hartmut Wiesner befindet sich im Neubaukomplex "Wohnen im Parkgarten" der Wohnungsbaugesellschaft „Spar & Bau” zwischen Kieler Straße und Mozartstraße. Auf dem ehemaligen Citybadgelände entstanden nach Plänen des Bremer Architekten und Städteplaners Hartmut Stechow acht Gebäude mit 122 neuen Wohnungen, die durch einen für alle Bürger öffentlich zugänglichen Garten verbunden sind. Der Parkgarten und damit auch das zentral im Garten liegende öffentliche "Café im Parkgarten" sind direkt an den Grünzug vom Wilhelmshavener ::Rathaus bis zum ::Kurpark angebunden.
Beim "Café im Parkgarten" führt der künstliche Wasserlauf des Parkgartens entlang und in seinem Wasser steht das Figurenensemble „Hol’ über” auf zwei fünf Meter hohen Stelen, die dem Naturstein Travertin optisch nachempfunden sind. Auf den Stelen befinden sich die eigentlichen im Wachsausschmelzverfahren gegossenen Bronzefiguren. Die westliche Stele trägt ein mit sieben Personen besetztes Boot, das scheinbar der gegenüberliegenden östlichen Stele mit der lebensgroßen Bronzefigur eines Fährmanns zustrebt. Die beiden korrespondierenden Figuren ziehen den Blick nach oben, nicht nur wegen der fünf Meter hohen Stelen, sondern auch weil die Figuren selbst mit vertikal verlaufenden Gegenständen die Ansicht weiter nach oben verlängern. So hält der Fährmann eine Stange aufrecht in den Händen und das Boot ist mit einem 2,80 Meter hohen Mast ausgestattet.
Das Skulpturenensemble wurde in der Bremer Werkstatt Statuarius von den Bronzegießern Volker Borchert und Thomas Schmalz gegossen. Die von der Wilhelmshavener Firma Geithner Bau hergestellten Stelen entwarfen die Schortenser Anke und Heinz Honke. Die Enthüllung von „Hol’ über” erfolgte am 19. Oktober 2012, also noch vor der Einweihung des gesamten Neubaukomplexes, der am 14. April 2013 zum 120-jährigen Jubiläum der Wohnungsbaugenossenschaft offiziell eingeweiht wurde.
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Homepage Spar + Bau:
::Spar + Bau – Wohnen im Parkgarten
::Spar + Bau – Videobericht zur Enthüllung der Skulpturen

Café im Parkgarten:
Das Café ist leider aktuell geschlossen

Höger-Denkmal
siehe ::Fritz-Höger-Denkmal

Höger-Gedenktafel
An der Außenwand des ::Wilhelmshavener Rathauses rechts neben dem zentralen Haupteingang befindet sich seit 1977 eine Gedenktafel
für den Architekten des Rathauses Fritz Höger. Der Entwurf der Bronzetafel stammt von dem Künstler und ehemaligen Kunsthallenleiter Siegfried Pagel aus Grafschaft.
Die Tafel zeigt auf der rechten Seite ein Relief mit Högers Kopf im Profil und auf der linken Seite den Erinnerungstext: "Fritz Höger 1877–1949 / Architekt dieses Rathauses / Erbaut 1927–29". Unter dem Text sind zwei kleine Fische dargestellt, die einen Bezug zu den von Höger von 1935 bis 1940 entworfenen Klinkerhäusern im Stadtteil ::Siebethsburg herstellen. Diese Häuser sind mit vielen architektonischen Details verziert. So ist etwa das Haus Mühlenweg 167 mit kunstvoll erstellten Klinkern in Form von Fischen geschmückt.
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Infocenter JadeWeserPort
Das Infocenter JadeWeserPort (ehemals Infobox JadeWeserPort) ist ein Ausstellungspavillon, der über die Hafenbaustelle des JadeWeserPorts informiert. Das JadeWeserPort-Bauvorhaben zum Bau eines Container-Tiefwasserhafens ist aktuell das größte Infrastrukturprojekt Norddeutschlands. Das Infocenter befindet sich seit Juni 2008 unterhalb des ::Voslapper Leuchtturmes an der Kreuzung der Straßen "Am tiefen Fahrwasser" und der Posener Straße. Das Wilhelmshavener Infocenter entstand in Anlehnung an die rote Infobox am Leipziger Platz in Berlin, die von 1995 bis 2001 über die Großbaustelle zwischen Potsdamer Platz und Leipziger Platz informierte. Das Ausstellungskonzept "Container verbinden Menschen" des Wilhelmshavener Infocenters erläutert die einzelne Stationen eines Containertransports auf dem Weg von einem großen Hafen im Fernen Osten bis hin zum JadeWeserPort an der deutschen Nordseeküste. Außerdem werden den Ausstellungsbesuchern konkrete Informationen zum Stand des Hafenprojektes bis zu seiner Fertigstellung in 2011/2012 gegeben. Das Infocenter verfügt über ein Panoramafenster und eine Dachterrasse, vor der man eine gute Sicht auf die Großbaustelle hat. Anfang 2009 wurde die ursprünglich als "Infobox JadeWeserPort" gestartete Institution aus marketingtechnischen Gründen in "Infocenter JadeWeserPort" umbenannt, da viele Besucher sich unter dem Begriff "Infobox" wohl eher was Kleineres vorstellten.
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Homepage:
::Jadeweserport-Infocenter

Informationstafel "Deichbrücke und Pumpwerke"
Auf der westlichen Seite der ::Deichbrücke befindet sich direkt neben der Brücke eine große Entwässerungsleitung, die dort als Düker unter dem ::Ems-Jade-Kanal hindurchführt. Die Dükerhäupter auf beiden Seiten des Kanals werden durch Beton und Mauerwerk gegen eine mögliche Beschädigung durch vorbeifahrende Schiffe geschützt und engen so den Kanal ein. Auf dem südlichen Dükerkopf entstand im Rahmen der Sanierung der Entwässerungsleitung eine hölzerne Aussichtsplattform mit einer Informationstafel der Technischen Betriebe Wilhelmshaven (TBW). Sie informiert über die notwendige Infrastruktur zur Entwässerung des Wilhelmshavener Stadtgebiets, das nur knapp über dem Meeresspiegel liegt und deshalb durch Deiche geschützt werden muss. Trotzdem müssen die manchmal reichlich anfallenden Niederschläge bzw. die geklärten Abwässer nicht nur bei Ebbe, sondern auch bei Flut in die Jade geleitet werden. Die Tafel zeigt die Lage der heute dafür notwendigen Pumpwerke und der ::ehemaligen Pumpwerke sowie die dazugehörigen Druckrohrleitungen im Umfeld der Deichbrücke. Abbildungen und Fotos ergänzen die Tafel.
Wie bei der überwiegenden Zahl größerer deutscher Städte ist auch die Kanalisation der Stadt Wilhelmshaven zunächst im sogenannten Mischwassersystem ausgeführt worden, in dem häusliche Abwässer und von befestigten Flächen abfließende, gesammelte Niederschlagswässer gemeinsam abgeführt werden. Das heute in Wilhelmshaven bestehende Mischwassersystem ist vorwiegend in den älteren südlichen Stadtteilen und -viertel vorhanden. Erst bei den Stadterweiterungsvorhaben seit den 1930er-Jahren erfolgte der Ausbau des Abwassernetzes im heute üblichen Trennsystem.
Die Stadt musste in den letzten Jahren, nach erheblichen Protesten der Wilhelmshavener Bevölkerung, viel Geld in die notwendige Sanierung und Modernisierung des Abwassersystems investieren, nach dem es bei Starkregenereignissen immer wieder Probleme mit der Entwässerung gab. So wurden in verschiedenen Stadtteilen Rückhaltebecken gebaut und eine neue großformatige Druckrohrleitung wurde vom Pumpwerk Süd zur zentralen Kläranlage im Heppenser Groden verlegt. Außerdem erfolgte am Standort der zentralen Kläranlage der Bau einer Mischwasser-behandlungsanlage. Aktuell gibt es rund 520 km Abwasserkanäle im Wilhelmshavener Untergrund. Die Durchmesser der Kanäle variieren von 20 cm bis zu 3,50 m. Kleinere Teile des Kanalnetzes sind schon über 100 Jahre alt. Verantwortlich für die Stadtentwässerung ist der Eigenbetrieb Technische Betriebe Wilhelmshaven. Dieser ist auch Initiator der Informationstafel an der Deichbrücke.
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Jachmann-Brücke
Die Jachmann-Brücke ist eine nach dem Vizeadmiral Eduard von Jachmann (1822–1887) benannte Brücke über den Hafenkanal, der den Bauhafen des Marinearsenals mit dem übrigen Hafen verbindet. Der Vorläufer der jetzigen Brücke wurde bereits 1888–1890 unter dem Namen Jachmann-Brücke an Stelle einer früheren Schiffsbrücke erbaut. Die 85,4 m lange und 7,40 m breite Drehbrücke wurde jedoch nach dem 2. Weltkrieg demontiert und durch einen aus Trümmerschutt aufgeschütteten Damm ersetzt. Im Zuge des Wiederaufbaus des Marinearsenals wurde der Jachmann-Damm 1960 wieder geöffnet und zunächst durch eine Ponton-Brücke, später dann durch die 1976–1978 entstandene heutige Klappbrücke ersetzt. Die 680 m lange Brückenanlage steigt auf der Südseite relativ steil an, überbrückt zunächst die Bahngleise der Südtrasse, überquert dann mit einer Doppelklappbrücke den Hafenkanal und verläuft auf der Nordseite erhöht über Teile des Arsenalgeländes, bevor sie in den Friesendamm übergeht. Die Länge der zu öffnenden Doppelklappbrücke beträgt 67 m. Die Gesamtkosten der Brückenanlage betrugen 15,1 Millionen DM. Die Brücke erlaubt einen sehr schönen Ausblick auf das Marinearsenal und auf die Schiffe, die im Bauhafen des Marinearsenals liegen.
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Jadeallee
Die von 2010 bis 2011 entstandene Jadeallee ist eine neue Flaniermeile in der Wilhelmshavener Südstadt. Mit ihr möchte die Stadt die Wilhelmshavener City bis ans Wasser verlängern und so die maritime Seite der Stadt vorteilhaft zur Geltung zu bringen. In die Gesamtplanung wurde das Gebiet vom Valoisplatz bis zum Banter Seedeich einbezogen. In dem Gebiet liegen die ::Deichbrücke, das ::Pumpwerk, die Wiesbadenbrücke, das neue Columbia-Hotel, die ::Banter Ruine sowie der Grodendamm. Die ursprüngliche Jadestraße wurde im Rahmen der Planungen in drei Bauabschnitten für rund 2,3 Millionen Euro zur Allee umgestaltet, von denen die Stadt selbst nur 360.000 Euro aufbringen musste. Weitere Gelder kamen über Zuschüsse hinzu.
Zuerst wurde der 1. Bauabschnitt zwischen dem Banter Deich bis zur Banter Ruine in Angriff genommen. Zentraler Punkt war dabei der neue Kreisel an der ehemaligen Jadestraße/Ecke Emsstraße. Der 2. Bauabschnitt folgte im Frühjahr 2011 mit dem Umbau zwischen Weserstraße und dem Banter Deich. Pünktlich zum Beginn des ::Wochenendes an der Jade Ende Juni 2011 war der zweite Bauabschnitt fertig. 2012 folgte noch der 3. Bauabschnitt vom Grodendamm bis zur Straße "Am Südstrand".
Die neue Jade-Allee ist eine 6,50 Meter breite Straße mit jeweils einem vier Meter breiten Bürgersteig links und rechts der Straße. Zwischen Weserstraße und neuem Kreisel gilt Tempo 30, so dass Autofahrer und Radler gleichberechtigt auf der Straße unterwegs sind. Die Radler werden durch eine Markierung an der Kreuzung Jadeallee/Weserstraße mittig in Richtung ::Gotthilf-Hagen-Platz geführt. Entlang der Straße wurden dann noch Berghornbäume gepflanzt, die für den zukünftigen Alleencharakter sorgen sollen.
Zur Eröffnung der Wilhelmshavener Sommersaison 2012 wurde auf dem Kreisverkehr an der Jadeallee ein ::Flaggenbaum gesetzt, der einen zusätzlichen maritimen Akzent setzen soll.
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Jadenixen
Die Jadenixen sind drei kleine, ca. 20 cm hohe Bronzeskulpturen, die sich dekorativ auf einem Felsbrocken vor dem neuen Übergang zwischen der ::Südstrandpromenade und dem ::Wattenmeer Besucherzentrum tummeln. Die Nixen, weibliche Wassergeister mit Fischschwanz und einem nackten menschlichem Oberkörper, wurden 2003 von der Wilhelmshavener Künstlerin Rose-Marianne Hendrischk geschaffen und direkt vor dem Haupteingang zum damaligen Wattenmeerhaus auf gestellt. Die Bronzenixen sind seitlich auf einem 1,20 m hohen Fels aus norwegischen Konglomeratgestein befestigt, der aufgrund seiner grün-bläulichen Farbe dem Nixentrio einen scheinbaren Unterwasserhintergrund vermittelt. Dieser Effekt verstärkte sich, wenn die Felsoberfläche bei Regen nass glänzte. Finanziert wurde das Kunstwerk durch den Freundeskreis des Wattenmeerhaus, der Sparkasse Wilhelmshaven und der Stadt Wilhelmshaven. 2006 erlitt eine der Bronzenixen einen Frostschaden und musste gegen eine neue Nixe ausgetauscht werden.
Ende 2010/Anfang 2011, also vor Beginn der Umbauarbeiten zum Wattenmeer Besucherzentrum, bei denen der Platz vor dem Besucherzentrum völlig neu gestaltet wurde, mussten die Jadenixen weichen und wurden erst mal eingelagert. Im Frühjahr 2012 fanden sie einen neuen Standort unter den Kolonaden der Südstrandpromenade direkt neben dem neuen Übergang von der Südstrandpromenade ins Wattenmeer Besucherzentrum.::Virtual Earth
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Jadestadion
Das Jadestadion im Sportforum an der Friedenstraße ist ein reines Fußballstadion, in dem der Oberliga-Fußballverein SV Wilhelmshaven seine Heimspiele austrägt. Es wurde im Zeitraum November 1998 bis Juli 1999 in nur 34 Wochen von der Stadt auf dem Gelände eines ehem. Leichtathletikstadions gebaut. Die Baukosten betrugen rund 6,2 Millionen DM, wobei ein Teil der Summe von rund 1,8 Millionen DM durch die Gamma-Sportstätten-Betriebsgesellschaft aufgebracht wurde. Am 1. August 1999 erfolgte die Einweihung. Das Stadion ist mit vier Tribünen ausgestattet, von denen Nord-, Ost- und Westtribüne überdacht sind. Das Stadion besitzt 7.500 Plätze, davon sind 2.200 Sitzplätze und 5.300 Stehplätze. Für die Gäste auswärtiger Vereine sind die ca. 2.000 Plätze auf der nicht überdachten Südtribüne reserviert. In die Osttribüne integriert ist ein moderner VIP-Bereich, der Platz für 255 VIP-Gäste bietet. Weiterhin verfügt das Stadion über eine moderne, farbfernsehtaugliche Flutlichtanlage nach UEFA-Standards mit insgesamt acht Flutlichtmasten, die eine Ausleuchtung von je 800 Lux besitzen.
Mehrfach war das Sportstadion auch Austragungsort für Spiele der deutschen Juniorenfußballnationalmannschaften, so zuletzt im Jahr 2016 für die Begegnung der deutschen U15-Nationalmannschaft gegen die Nationalauswahl der Niederlande.::Virtual Earth
Alle Begegnungen in der Übersicht:

14.05.1991 U15-Juniorenländerspiel Deutschland - Nordirland 4 : 2   7.000 Zuschauer
29.09.1998 U16-Juniorenländerspiel Deutschland - Nordirland 1 : 0   7.500 Zuschauer
29.04.2003 U21-Juniorenländerspiel
Deutschland : Serbien-Montenegro 3 : 2 ( 0 : 1 ) 5.650 Zuschauer
18.09.2005
U17-Juniorenländerspiel
Deutschland : Japan
2 : 1
( 1 : 0 )
2.500 Zuschauer
05.09.2006
U21-Juniorenländerspiel
Deutschland : Rumänien
5 : 1
( 3 : 0 )
6.450 Zuschauer
23.05.2008
U21-Juniorenländerspiel
Deutschland : Ukraine
4 : 0
( 0 : 0 )
7.500 Zuschauer
21.05.2016 U15-Juniorenländerspiel Deutschland : Niederlande 1 : 2 ( 0 : 1 ) 1.300 Zuschauer

JadeWeserPort-CUP
Neben dem ::Wochenende an der Jade hat sich der JadeWeserPort-Cup zum zweitgrößten maritimen Ereignis in Wilhelmshaven entwickelt. Die Großveranstaltung um eine Regatta internationaler Traditionssegelschiffe auf der Jade vor Wilhelmshaven wird bereits seit dem Jahr 2002 ausgerichtet. Die Regattastrecke verläuft auf der Außenjade zwischen dem Wilhelmshavener Stadthafen und dem Gebiet, auf dem der JadeWeserPort gebaut werden soll. Das maritime Großereignis wurde ursprünglich aus der Taufe gehoben, um Werbung für den geplanten Tiefwasser-Containerhafen "JadeWeserPort" zu machen. Inzwischen ist die dreitägige Veranstaltung rund um die Regatta weit über die regionalen Grenzen bekannt. Traditionelle Höhepunkte sind die Einlaufparade der Segler durch die Kaiser-Wilhelm-Brücke am Ende des Regattatages und das am nächsten Tag durchgeführte ganztägige Open-Ship aller Schiffe. In 2007 nahmen 24 Großsegler teil, darunter so bekannte Schiffe wie die Alexander-von-Humboldt. Weitere Veranstaltungspunkte im Rahmenprogramm sind der Kajenmarkt, der verkaufsoffene Sonntag in der Wilhelmshavener "Piraten-City" und das Abschlussfeuerwerk.
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JadeWeserPort InfoCenter
siehe ::InfoCenter JadeWeserPort

Jade-Windenergie-Park
siehe ::Windenergie-Park

Kaiser-Wilhelm-Brücke
Zu Anfang des letzten Jahrhunderts wurde nach dem Bau einer neuen Außendeichslinie zwischen der 1. Einfahrt und Mariensiel die große Süderweiterung des Hafenareals (Großer Hafen, Zwischenhafen und Westhafen) durchgeführt. Bei diesem Bauvorhaben entstand auch die "Kaiser-Wilhelm-Brücke", im Volksmund nur "KW-Brücke" genannt.
Sie überquert den Verbindungshafen in einer Höhe von ca. 10 m und verbindet so die Wilhelmshavener Südstadt mit der damaligen neuen Deichlinie, dem heutigen Südstrand. Erbaut wurde sie in den Jahren 1905 bis 1907 von der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnburg (MAN), Zweiganstalt Gustavsburg bei Mainz. Die Bauleitung der Brücke erfolgte durch die Kaiserliche Werft und unterstand dem Marine-Oberbaurat Ernst Troschel (1868–1915). Die zunächst nur Hochbrücke genannte KW-Brücke ist vom Typ her eine symmetrische, zweiflügelige Straßendrehbrücke aus
genietetem Stahlfachwerk. Mit einer Spannweite von 159 m und einer Breite von 8 m war sie zur damaligen Zeit die größte Drehbrücke Deutschlands und die zweitgrößte des europäischen Kontinents. Nur die bereits 1891 erbaute Penfeld-Drehbrücke im französischen Brest war größer. Die Inbetriebnahme der Brücke erfolgte am 4. September 1907. Nach neusten Erkenntnissen gab es keine offizielle Einweihung durch ihren Namensgeber Kaiser-Wilhelm II., der sich zu diesem Zeitpunkt aus Anlass einer großen Flottenparade der kaiserlichen Marine in Wilhelmshaven befand. Die Gesamtherstellungskosten betrugen 450.000 Reichsmark.
Zum 100. Geburtstag der Brücke in 2007 stand das ::Wochenende an der Jade ganz im Zeichen des Brückenjubiläums.
Die Deutsche Post veröffentlichte eigens zu diesem Anlass eine ::Sonderbriefmarke mit dem Wert 1,45 EUR. Nach den Geburtstagsfeierlichkeiten 2007 sollte das Technikdenkmal umfassend saniert werden. Aufgrund von Verzögerungen erfolgte der Beginn der Sanierung jedoch erst im Jahre 2010.
Ab dem 23. September 2010 wurde die Brücke zur Sanierung gesperrt. Die Sanierungsarbeiten sollen ursprünglich zwei Jahre dauern, aufgrund von weiteren Verzögerungen wurden es dann aber sogar drei Jahre. Ausschlaggebend für diese lange Sanierungszeit war das Verfahren, die Drehflügel der Brücke einzeln zu sanieren. Zuerst wurde der Nordflügel eingerüstet und hergerichtet, anschl. der Südflügel. Erst im September 2013 wurde die Brücke offiziell wieder für den Kraftfahrzeugverkehr freigegeben. Fußgänger und Radfahrer konnten die Brücke bereits nach rund zwei Jahren wieder nutzen. Eine Feier zum Abschluss der Sanierung fand nicht statt. Während der Sanierungsarbeiten wurde nicht nur die eigentliche Brücke stahlbautechnisch instandgesetzt und die Fahrbahnen erneuert, auch das Umfeld der Brücke wurde verbessert. So wurden die vier Brückenhäuser komplett saniert und eine neue, breite Treppenanlage als Zugang zum Nordflügel gebaut. Ein neues Beleuchtungskonzept hebt die Brücke als Wahrzeichen der Stadt hervor.::Virtual Earth
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Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal befindet sich auf dem ::Friedrich-Wilhelm-Platz gegenüber der ::Christus-und Garnisonkirche. Es wurde im Sommer 1896 zur Erinnerung an den Namensgeber der Stadt Wilhelmshaven ::Kaiser Wilhelm I. (1797–1888) errichtet. Die ursprüngliche Ausführung des Denkmals lag bei dem Berliner Bildhauer ::Robert Baerwald (1851–1896). Die Bronzestatue hatte eine Höhe von 2,65 m und zeigte den stehenden Stadtgründer in großer Generalsuniform mit losem Mantel, den rechten Fuß im Vorwärtsschreiten und den rechten Arm leicht angewinkelt.
Gegossen wurde die rund 1,6 t schwere Statue von 1896 in der Erz- und Kunstgießerei der Aktiengesellschaft Schäffer & Walcker in Berlin. Gestiftet wurde das Denkmals vom Besitzer der Wilhelmshavener Gasanstalt, Kommerzienrat Philipp Otto Oechelhäuser (1825–1900), anlässlich des 25jährigen Bestehens der Gasanstalt.
Auf der Innenschrift am oberen Granitsockel ist "WILHELM DER GROSSE – DEUTSCHER KAISER" zu lesen und weiter unten die folgende Widmung: "Am 17. Juni 1869 kam König Wilhelm hierher, gründete unsere Stadt und gab ihr seinen Namen". Auf der zum Friedrich-Wilhelm-Platz gerichteten Sockelrückseite befindet sich am oberen Sockelteil der Text "Zur Erinnerung an die fünfundzwanzigjährige Wiederkehr der ruhmreichen Siegestage des Jahres 1870 – errichtet 1895".
Die offizielle Einweihung erfolgte am 22. März 1896, dem Geburtstag des 1888 verstorbenen Monarchen. Tausende Menschen nahmen teil, darunter der ::Prinz Friedrich Leopold von Preußen (1865–1931), der in Vertretung für den verhinderten ::Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) mit seinem Gefolge per Bahn nach Wilhelmshaven kam und das Geschenk im Namen des Kaisers annahm. Einen Hinweis auf den Stifter findet man an der rechten unteren Sockelseite, auf der man "GESTIFTET VON OTTO OECHELHAEUSER, BERLIN" lesen kann.
1942, also während des Zweiten Weltkriegs, sollte das Bronze-Standbild wie so viele andere als kriegswichtige Metallspende eingeschmolzen werden. Es wurde lt. einem Bericht der Nordwest-Zeitung vom 30.07.1968 demontiert und nach Hamburg transportiert. Übrigens zusammen mit dem ebenfalls demontierten ::Bronze-Standbild von Bismarck vom Wilhelmshavener Bismarckplatz. Dort angekommen sollen beide Standbilder jedoch nicht eingeschmolzen worden sein, sondern sie wurden zusammen mit weiteren Standbildern in einem nicht näher bekannten Hafenbecken versenkt, um sie der damaligen Fliegerbombengefahr zu entziehen. Was anschließend mit den Standbildern passierte ist unbekannt. Allein der ursprüngliche massive Granitsockel des Denkmals blieb erhalten.
Im Jahre 1969 wurde die Umgebung des Sockels dann anlässlich der 100. Wiederkehr der Namengebung neu gestaltet und um ein von dem Künstler Siegfried Pagel entworfenes Flachrelief mit dem Kopf Wilhelms I. und dem Text "Wilhelm I. – Deutscher Kaiser" ergänzt. Die Bronzeplatte hat eine Höhe von 40 cm und eine Breite von 80 cm. Als Hinweis auf die Neugestaltung wurde auf der unteren Sockelrückseite die folgende Innenschrift "DAS BRONZESTANDBILD DES KAISER WURDE IM ZWEITEN WELTKRIEG ENTFERNT UND EINGESCHMOLZEN. DEN SOCKEL MIT SEINER UMGEBUNG GESTALTETE DIE STADT NEU ZU IHREM 100. NAMENSTAG." angbracht.
Bis 1994 blieb der Sockel aber weiterhin leer. Erst in jenem Jahr wurde die überlebensgroße Bronzefigur anlässlich des 125-jährigen Stadtjubiläums in der Gießerei der Düsseldorfer Kunstakademie von Raimund Kittl rekonstruiert und als Kopie wiederhergestellt. Raimund Kittl, der auch schon das Reiterdenkmal des Kaisers am "Deutschen Eck" in Koblenz rekonstruierte, wurde auf der Suche nach einem geeigneten Vorbild in der ::Melanchtonstadt Bretten im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg fündig. Dort gibt es eine erhalten gebliebene Kaiser-Wilhelm-Statue, die 1898, also zwei Jahre nach der Wilhelmshavener Statue, als Zweitguss von der Originalstatue von Baerwald hergestellt wurde. Kittl nahm dort Maß und konnte so eine Gipsfigur erstellen, die dann als Vorlage zum erneuten Bronzeguss diente. Die Kosten für die Rekonstruktion und den Nachguss von rund 250.000 DM wurden durch zahlreiche Wilhelmshavener Sponsoren aufgebracht. Die offizielle Einweihung erfolgte kurz vor Ende des Jubiläumsjahres am 17. Dezember 1994 durch den damaligen Oberbürgermeister Eberhard Menzel.
Die Wiederaufstellung des Denkmals spaltete die Wilhelmshavener Bevölkerung und führte schon im Vorfeld zu einer Flut von Pro- und Kontra- Leserbriefen in der Wilhelmshavener Zeitung. Letztendlich konnten sich die Befürworter der Aktion durchsetzen. Die Einweihung der Bronzestatue wurde dann erwartungsgemäß durch lautstarke Proteste begleitet.
Die von Pagel geschaffene Bronzeplakette wurde übrigens 1994 wieder abgenommen. Die vier Befestigungslöcher sind heute noch gut zu erkennen. Die Bronzeplakette befindet sich heute als Dauerleihgabe an die Freimaurerloge "Wilhelm zum Silbernen Anker" im ::Logenhaus.
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Kapitän Meyer
Die "Kapitän Meyer" ist das letzte seegängige Doppelschraubendampfschiff in Deutschland. Seit 1984 liegt das technische Denkmal als Museumsschiff neben dem ::Feuerschiff Weser. Als Tonnenleger war es seine Aufgabe, schwimmende Seezeichen (auch Tonnen genannt) auszulegen bzw. einzuholen.
Das 1000-PS-Schiff wurde 1949/1950 unter der Nummer 675 auf der Seebeckwerft in Bremerhaven als erster Tonnenleger mit feststehendem elektrischem Drehkran gebaut. Der Neubau war somit das erste Schiff, das die Bundesrepublik Deutschland nach ihrer Gründung in Auftrag gab. Die Ausrüstung mit dem "damals" schon überholten Dampfmaschinenantrieb war dem Umstand geschuldet, dass die Siegermächte im Potsdamer Abkommen von 1945 festgelegt hatten, dass Schiffsneubauten im Nachkriegsdeutschland nur mit rückständiger Technologie ausgerüstet werden durften. Deshalb wurde der Neubau mit zwei generalüberholten Dampfmaschinen aus der Vorkriegszeit ausgerüstet. Nach dem Stapellauf wurde der Tonnenleger beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Tönning (Schleswig-Holstein) in Dienst gestellt. Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein fuhr mit dem Tonnenleger zur offiziellen Rückgabe nach Helgoland, als die von Großbritannien besetzte Insel im März 1952 wieder an die Bundesrepublik zurückgegeben wurde. Der Tonnenleger blieb in Tönning stationiert, bis er 1983 als letzter deutscher Tonnenleger unter Dampf außer Dienst gestellt wurde.
Die 52,10 m lange "Kapitän Meyer" ist heute im Besitz der Stadt Wilhelmshaven. Die Stadt hat das Museumsschiff in die Hände der Wilhelmshavener Segelkameradschaft "Klaus Störtebeker" gegeben, die ihn nach seiner Außerdienststellung wieder instand setzte und am Bontekai der Öffentlichkeit zugänglich machte.
Der Tonnenleger war Dank der Segelkameradschaft bis 2010 fahrbereit, was er bei verschiedenen Anlässen wie z.B. als Schiff der Regattaleitung beim ::Jade-Weser-Port-Cup unter Beweis stellte. Zu den weiteren Angeboten auf dem Traditionsschiff zählten Übernachtungen mit Frühstück oder die Heirat auf der Brücke des Tonnenlegers, da auf dem Schiff standesamtliche Trauungen zugelassen waren.
Für 2010 stand bei der Kapitän Meyer die Erneuerung der "Klasse" an, eine Art TÜV für Schiffe. Dabei werden Schiffsrumpf und Unterwasserbereich auf ihren Zustand hin untersucht. Bei der Untersuchung Ende 2010 stellte ein Sachverständiger in der Werft fest, dass es Leckstellen im Rumpf des ehemaligen Tonnenleger gab. Im Frühjahr 2011 genehmigte der Rat der Stadt dann einen Zuschuss von bis zu zu 180.000 Euro für eine Grundsanierung des Schiffes. Der Verein „Segelkameradschaft Klaus Störtebeker“ warb bei Sponsoren weitere Gelder zur Aufstockung des Zuschusses ein. Am 12. Juli 2011 verlegte der alte Dampftonnenleger in die "Neue Jadewerft" im Nordhafen und wurde dann monatelang repariert und mit einem neuen Anstrich am Rumpf versehen. Weitere Sanierungsarbeiten an den Tanks, am zerlegten Schornstein und am Deckskran wurden durch Firmen oder durch die Vereinsmitglieder und vier von der Stadt im Zuge des Projektes "Bürgerarbeit“ gestellten Arbeitskräften durchgeführt. Erst am 9. Mai 2014 konnte die Kapitän Meyer wieder an ihrem angestammten Liegeplatz am Bontekai neben dem Feuerschiff Weser geschleppt werden.
Wie es nun weitergehen sollte, war völlig offen. Die Stadt als Eigentümerin tat sich schwer damit, die Erhaltung der beiden städtischen Museumsschiffe zu gewährleisten. Die Kosten für die dauernde Unterhaltung der Denkmäler sind für den städtischen Haushalt ein Problem. Den jährlichen Unterhaltungsaufwand schätzt die Verwaltung auf 100.000 bis 200.000 Euro. Vorschläge des Vereins trafen bei den städtischen Verantwortlichen auf wenig Gegenliebe. Die ehrenamtlich tätigen Freiwilligen der "Segelkameradschaft Störtebeker" konnten und wollten deshalb mit ihren Mitteln nichts mehr tun.
Die Stadtverwaltung schlug schließlich zur Kostenvermeidung vor, die Museumsschiffe aus dem Wasser zu holen und an Land aufzustellen. Das Feuerschiff sollte in das Pumpwerk-Gelände gehoben werden und als "Tourist-Info" genutzt werden, die „Kapitän Meyer“ sollte am Bontekai mit einer Spundwand umgeben werden, um den Ex-Tonnenleger nicht mehr dem Wasser auszusetzen. Im März 2017 riet ein beauftragter Gutachter von dieser Variante ab. Eine Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit ist für beide Schiffe aus Sicht des Gutachters aus rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen kaum möglich. Er schätzt die einmaligen Kosten für die Instandsetzung des Feuerschiffs auf 689.000 Euro, die des Tonnenlegers „Kapitän Meyer“ auf 99.000 Euro. Das Gutachten zum Sanierungsaufwand und zu denkbaren Liegeplätzen für die städtischen Museumsschiffe wurde vom Rat der Stadt zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Stadtrat hat nach Ansicht der Verwaltung nun wieder alle Möglichkeiten: Beide unter Denkmalschutz stehende Schiffe verkaufen, eines oder beide erhalten. Die Suche nach einem Konzept für die Museumsschiffe geht weiter.::Virtual Earth
Homepage:
::Segelkameradschaft "Klaus Störtebeker" e.V.
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Kleine Nassauer
Die rot gestrichenen Stahlplastiken der Frankfurter Künstlerin Heike Weidele befinden sich auf/an einem Granitblock im Uferbereich des ::Nassauhafens gegenüber der Schiffmeldestelle. Sie entstanden 1987 im Zuge der Kunstausstellung "Vor-boote" und sind spielerische Mini-Variationen der Nassaubrücke. Nach Ausstellungsende wurden die "Kleinen Nassauer" als Leihgabe zunächst auf mehreren Granitblöcken am südlichen Fußweg des Nassauhafens installiert.
Im Winter 1993/1994 verschwanden die Granitblöcke mit den Mini-Stahlplastiken im Zuge einer Uferinstandsetzung und waren zunächst nicht mehr auffindbar. Die verärgerte Künstlerin forderte daraufhin ihre Kunstwerke von der Stadt zurück. Dem Einsatz engagierter Wilhelmshavener Bürgern ist es zu verdanken, dass die dann auf einem Bauhof wieder gefundenen, aber von ihren Granitblöcken abgesägten Nassauer in Wilhelmshaven verbleiben konnten. Die Künstlerin erhielt als Wiedergutmachung eine eigene Ausstellung in der Galerie Perspektive und die "Kleinen Nassauer" fanden in Abstimmung mit der Künstlerin ihren heutigen Platz am Nassauhafen in Sichtweite ihrer Vorbildes. Am 11. Mai 1996 erfolgte die Wiedereinweihung im Nassauhafen im Beisein von Fr. Weidele. Die Anordnung der Plastiken auf drei Granitsteinen in einer "Tisch mit zwei Bänken" - Formation ist durch die Künstlerin beabsichtigt.::Virtual Earth
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Kleiner Wassergeist
Der "kleine Wassergeist'" ist eine von den vielen in Wilhelmshaven zu findenden Bronzeskulpturen von Hartmut Wiesner. Diese hier versucht mehr oder weniger elegant (abhängig von Windstärke und Windrichtung) einen dünnen Wasserstrahl in ein in kurzer Entfernung stehendes Schneckengehäuse zu speien. Der Standort des Wassergeistes ist der Treppenaufgang zwischen der Straße "Am Südstrand" und der Südstrandpromenade in Höhe des Deutschen Marinemuseums. Gestiftet wurde der Wassergeist 1987 von der Sparkasse Wilhelmshaven zur Einweihung der neuen Südstrandpromenade.
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Konzentrationslager Wilhelmshaven Gedenkstätte
Die Gedenkstätte an das Konzentrationslager Wilhelmshaven befindet sich auf einem kleinen Teil des ehemaligen KZ-Lagergeländes am Alten Banter Weg. Es erinnert an das vom 17. September 1944 bis zum 18. April 1945 existierende Konzentrationslager "Banter Lager IV", das organisatorisch eine Außenstelle des ::KZ Hamburg-Neuengamme war. In dieser relativ kurzen Zeit waren rund 2000 Personen aus verschiedenen Nationen hauptsächlich Franzosen in diesem Lager inhaftiert und mussten Arbeitsdienst für die Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven verrichten. An die 240 Häftlinge kamen in diesen wenigen Monaten um. Kurz vor Kriegsende im April 1945 wurde die Außenstelle aufgelöst und die verbliebenen Häftlinge wurden auf andere Konzentrationslager verteilt. Auf dem Weg dorthin starben viele der Häftlinge.
Die Gedenkstätte wurde anlässlich des 40. Jahrestages der Auflösung des Konzentrationslagers am 18. April 1985 eingeweiht, nachdem im August 1983 ehemalige französische KZ-Häftlinge die Stätte besucht hatten und so die Erinnerung an dieses Konzentrationslager wieder in die Öffentlichkeit brachten.::Virtual Earth
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Kopperhörner Mühle
Eine Kopperhörner Mühle wurde erstmalig 1547 urkundlich erwähnt. Die jetzige Mühle wurde um 1698 als Bockmühle gebaut. Im Jahr 1839 erfolgte ihr Umbau zur Holländer Mühle mit Galerie. 1908 erhielt die Mühle einen Motorantrieb, der die Mühle vom Wind unabhängig machte. Um ihren Abbruch zu verhindern, kaufte die Stadt Rüstringen 1922 die Mühle und verpachtete sie. Als die Mühle nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden konnte, gab es Diskussionen über eine weitere mögliche Nutzung der Mühle. Anfang der 80er Jahre beschloss der Rat der Stadt, die Mühle, die inzwischen auch unter Denkmalschutz stand, von Grund auf zu überholen. Mit Teilen einer Esener Mühle wurde die Kopperhörner Mühle in den Jahren 1982/83 so instand gesetzt, so dass sich die Mühlenflügel, die über mehrere Jahre stillgestanden hatten, wieder drehen konnten. 1985 übernahm der Heimatverein "Die Boje" die Betreuung der Mühle. Die Unterhaltung lag weiterhin bei der Stadt Wilhelmshaven. Durch die angespannte Finanzlage der Stadt unterblieben dringende Instandhaltungsmaßnahmen, die dazu führten, dass die Mühle bei einem Sturm einen ihrer 4 Flügel verlor. Aus Sicherheitsgründen musste dann auch der gegenüberliegende Flügel demontiert werden. 1999 wurde für die Betreuung ein eigenständiger Verein, der "Kopperhörner Mühlenverein e.V." gegründet. Durch Spendenaktionen konnten dann die Finanzmittel zur Restaurierung zusammengebracht werden. Im Jahr 2000 erfolgte dann die Restaurierung, bei der die komplette Mühlenkappe und das Mühlenkreuz samt der Flügel instandgesetzt wurden.
Jedes Jahr am Pfingstmontag lädt der "Kopperhörner Mühlenverein e.V." zum traditionellen "Deutschen Mühlentag" ein. Auf dem Programm stehen dann neben der Besichtigung der Mühle mit Mahlvorführungen auch ein buntes Unterhaltungsprogramm. Die Mühle ist weiterhin Station der ::Friesischen Mühlenstraße, einer Arbeitsgemeinschaft, in der sich die Betreiber von neun historischen Korn-Windmühlen und eine Wasserschöpfmühle zusammengeschlossen haben. Seit 2010 ist die Mühle auch Bestandteil der ::Niedersächsischen Mühlenstraße.
Technische Daten der Mühle: Rumpfhöhe 19 m, Rumpfdurchmesser 9 m,  Flügelspannweite 22 m::Virtual Earth
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Kraftwerk Wilhelmshaven
Das Kraftwerk Wilhelmshaven ist eines der größten Bauwerke in Wilhelmshaven. Nicht nur der ca. 250 m hohe Schornstein, sondern auch der 97 m hohe Kesselblock ist bereits aus großer Entfernung zu sehen. Das Wilhelmshavener Kraftwerk der Firma E.ON Kraftwerke GmbH ist ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 747 Megawatt. Es liegt im Rüstersieler Groden und wird nur durch den Seedeich von der Jade getrennt. Grundlage zum Bau des Kraftwerks war die Möglichkeit zur Anlandung preiswerter Importkohle über den nahe gelegenen Tidehafen an der Jade und die Entnahme großer Mengen Kühlwasser aus der Jade zum Betrieb eines so großen konventionellen Kraftwerkes. Der Bau begann Mitte der 70er Jahre. Die Inbetriebnahme erfolgte bereits 1976. Als erstes Kraftwerk in Deutschland erhielt das Wilhelmshavener Kraftwerk 1977 eine Rauchgasentschwefelungsanlage. Mit Erfolg: Das verwendete Verfahren wird heute in allen E.ON-Kohlekraftwerken angewendet. Die Rauchgase werden bei diesem Verfahren mit einer wässerigen Kalklösung besprüht, dabei gehen beide Stoffe eine Verbindung ein. Als Endprodukt entsteht Gips, der in der Bauindustrie weiterverwendet wird. Das Kraftwerk deckt den Mittellast-Energiebedarf ab und hat eine Einsatzzeit von bis zu 6.000 Stunden jährlich. Im Kraftwerk werden täglich ca. 6.000 Tonnen Steinkohle verfeuert.
In 2007 wurde das Kraftwerk aufwendig modernisiert. Eine neue Leittechnik führte zu einer Leistungssteigerung um 40 Megawatt auf nunmehr 747 Megawatt bei gleichzeitiger Verbrauchsminderung um 80.000 Tonnen Kohle. Durch die Modernisierung werden jedes Jahr 210.000 Tonnen CO2 weniger in die Atmosphäre gepustet.
Der Kraftwerksbetreiber betreibt auf dem Gelände ein Infozentrum, in dem man sich über das Kraftwerk und die Energieerzeugung informieren kann. Führungen können nach vorheriger telefonischer Vereinbarung durchgeführt werden.
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Kriegerdenkmal 19141918 Fedderwarden
siehe ::Ehrenhain Fedderwarden

Kriegerdenkmal 19141918 Sengwarden
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden in zahlreichen Orten Kriegerdenkmäler zur Erinnerung an die im Krieg gefallenen Soldaten errichtet. Dabei kann man beobachten, das sich die Denkmäler vorwiegend in kleineren Orten befinden. In größeren Orten und Städten sind sie dagegen kaum zu finden. Stifter der Kriegerdenkmäler waren in erster Linie die Kirche oder die Gemeinde. Die Denkmäler weisen üblicherweise eine Auflistung der Namen der Gefallenen der Gemeinde auf, meist in Verbindung mit christlichen Symbolen, Eiserne Kreuze, Eichenlaub, Schwertern oder Stahlhelmen. In Wilhelmshaven findet man die Kriegerdenkmäler zumeist in den Stadtteilen, die in den 1920er Jahren noch kleine eigenständige Dörfer waren. Dies trifft auch auf die beiden Wilhelmshavener Ortsteile Fedderwarden und Sengwarden zu, die erst 1972 nach Wilhelmshaven eingemeindet wurden.
Das Sengwardener Kriegerdenkmal stammt aus dem Jahre 1925 und befindet sich an der Hauptstraße in Höhe der Onkestraße. Auf dem kleinen Platz steht ein gemauerter Klinkerbau in Form einer Vierung mit Bögen zu jeder Seite. Auf der Vierung ist ein rundes Türmchen aufgesetzt, auf dem der Schriftzug "Treue um Treue" angebracht ist. Auf jeder Seite der Vierung ist eine Gedenktafel angebracht. Die Vorderseite trägt den Schriftzug "19141918 Ihren gefallenen Brüdern in Dankbarkeit gewidmet von ihrer Gemeinde". Die Tafeln an den anderen Seiten tragen die Namen der gefallenen Soldaten
mit ihrem genauen Sterbedatum.
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Krökel-Platz
siehe ::Wilhelm-Krökel-Platz

Kulturzentrum Pumpwerk
Das Kulturzentrum im ehemaligen Pumpwerk Süd wurde am 6. August 1976 eröffnet. Das 1903 gebaute Abwasser-Pumpwerk war durch den Neubau eines moderneren Pumpwerkes nördlich der Deichbrücke überflüssig geworden. Im Mai/Juni 1975 beschloss der Rat der Stadt, das unter Denkmalschutz stehende Gebäude als Kommunikations- und Kulturzentrum zu nutzen. Das Pumpwerk wird von Dezember 1975 bis August 1976 für ca. 200.000 DM umgebaut. Um Platz für die Veranstaltungen zu schaffen, werden viele der Maschinenelemente im Pumpwerk demontiert. Nur einige der Pumpen, Schieber und Regler bleiben erhalten und erinnern an die bisherige Funktion des Gebäudes. Das Pumpwerk wurde von Beginn an eine Veranstaltungsstätte, die nicht nur in Wilhelmshaven und seinem Umland, sondern auch überregional einen sehr guten Ruf hat. Kleinere und größere Umbauten im Laufe der Jahre vergrößerten das Raumangebot. Im Pumpwerk finden Musik-, Kleinkunstveranstaltungen, Literatur- und Kabarettvorstellungen, Film- und Theateraufführungen statt. Zudem ist es eine Begegnungsstätte und Treffpunkt der unterschiedlichsten Arbeits- und Interessengruppen.::Virtual Earth
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::Veranstaltungen im Pumpwerk

Kunsthalle Wilhelmshaven
Die neue Kunsthalle am Adalbertplatz ist im Jahre 1968 nach Plänen der Architekten Harms/Sommerfeld entstanden. Die Vorgängereinrichtung wurde 1912/1913 vom Verein der Kunstfreunde als Kaiser-Friedrich-Kunsthalle gegründet und ist damit die älteste Kulturinstitution der Stadt. Die ursprüngliche Kaiser-Friedrich-Kunsthalle wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Als Erinnerung an sie befinden sich im Eingangsbereich der neuen Kunsthalle in der Adalbertstraße 28 die großen Schmuckkugeln, die das Eingangsportal der zerstörten Kunsthalle zierten.
Die neue Kunsthalle ist ein dreiteiliges Gebäude im Bauhausstil, deren größter Teil die mit drei unterschiedlichen Ebenen ausgestattete Ausstellungshalle ist. Um eine optimale Beleuchtung zu erreichen, besitzt diese Halle über die gesamte Dachfläche Lichtbänder in Form von Satteloberlichtern. An die große Ausstellungshalle schließt sich ein kleinerer Ausstellungsraum an, der Kabinett genannt wird. Vorgelagert ist beiden Räumen ein Verwaltungstrakt, in dem der Eingangsbereich mit der Kasse sowie die Verwaltungs- und Büroräume untergebracht sind. Ein kleiner Außenbereich hinter der Kunsthalle rundet das Bild ab. Seit 2008 steht das Gebäude der Kunsthalle unter Denkmalschutz.
Der Verwaltungstrakt und das Kabinett bilden zum Adalbertplatz hin eine einheitliche Front, die mit einem 18,10 m  breiten und 3,10 m hohen Fassadenrelief aus Beton von Siegfried Pagel, dem ersten Kunsthallenleiter, versehen ist.
Vor der Kunsthalle befindet sich die 2,70 m hohe und 2,50 m breite Stahlskulptur ::Seemannsgarn von Leonard Wübbena, die der Künstler 1994 auf dem 4. Ostfriesischen Bildhauer-Symposium schuf und die eine Dauerleihgabe an die Kunsthalle ist. Im Außenbereich auf der Rückseite stehen die beiden Steinskulpturen ::Mondgesicht und Widder von Eckhart Grenzer, die Skulptur ::Feuerstelle von Stefan Kern sowie die Edelstahlplastik ::Bötchen von Peter Könitz.
Gegenwärtig zeigt die Kunsthalle etwa fünf bis sechs verschiedene Ausstellungen pro Jahr mit einem abwechslungsreichen Ausstellungsprogramm, das die Förderung junger und regionaler Kunst ebenso vorsieht wie einen qualitätsvollen Überblick über die wesentlichen Kunstströmungen.
Überregional bekannt ist der seit 1999 alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb um den Preis der ::NORDWESTKUNST. Zwischen 300 und 600 Künstler und Künstlerinnen meldeten sich zu den jeweiligen Ausschreibungen an. Die für den Preis nominierten Künstler werden in einer eigenen Ausstellung NORDWESTKUNST gezeigt. Aus den nominierten Künstlern wird dann der Preisträger der NORDWESTKUNST und der Träger des THALES-Förderpreises der NORDWESTKUNST durch eine Jury ausgewählt. Der Preis der NORDWESTKUNST ist mit 1.500 EUR dotiert. Der gleichzeitig verliehene THALES-Förderpreis der NORDWESTKUNST, dotiert mit 1.200 EUR geht an einen Künstler unter 35 Jahren, der noch keine Einzelausstellung in einer öffentlichen Kunstinstitution hatte. Der Preisträger der NORDWESTKUNST und der Preisträger des THALES-Förderpreises NORDWESTKUNST erhalten im folgenden Jahr eine gemeinsame Tandem-Ausstellung in der Kunsthalle Wilhelmshaven.::Virtual Earth
Weitere Informationen zu den jeweiligen Ausstellungen unter ::www.kunsthalle-wilhelmshaven.de
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Öffnungszeiten:
Dienstag: 14-20 Uhr
Mittwoch-Freitag: 14-17 Uhr
Sonnabend-Sonntag: 11-18 Uhr
Montags geschlossen

Kurpark
Der Kurpark ist eine Parkanlage in der Wilhelmshavener Innenstadt. Er wird im Norden von der Bismarckstraße, im Osten von der Gökerstraße, im Süden von der Bremer Straße und im Westen von der Mozartstraße begrenzt. Die Parkanlage besitzt zwei große Teiche, die die Bezeichnungen Enten- und Schwanenteich tragen. Beide Teiche sind mit Wasserfontänen ausgestattet. Im 1965 errichteten Musikpavillon (von den Wilhelmshavenern liebevoll Musikmuschel genannt) finden während der Saison von Mai bis September regelmäßig sonntägliche Kurkonzerte statt. Die gesamte Anlage ist ein grünes Erholungsareal inmitten der Innenstadt, obwohl die Parkanlage inzwischen ihren Charakter als Landschaftspark und Kuranlage weitestgehenst verloren hat. Versuche, den historischen Charakter wieder herzustellen, sind bisher an den Finanzlage der Stadt gescheitert.
Der Kurpark (diesen Namen führt er offiziell seit 1925) war die erste öffentliche Grünanlage Wilhelmshavens. König Wilhelm I. stiftete den 17 Hektar großen Park anlässlich der Einweihungsfeier 1869. Die Grünanlage wurde als Landschaftspark in der Tradition der preußischen Gartenarchitekten Peter Josef Lenné und Gustav Meyer geplant. Landschaftsparks, die durch Sichtachsen, sorgfältig abgestimmte Flächennutzungen und passende bauliche Elemente interessante räumliche Eindrücke vermitteln, waren zu dieser Zeit in Mode. Ab dem Jahre 1880 wurde der Ostteil des Parks weiter ausgestaltet und mit vielen Schmuckelementen wie einer künstlichen Ruine mit Felsschlucht, einem Pavillon und Skulpturen versehen.
1882 entstand aus einem Bauernhof am ::Parkmittelweg das Parkhaus mit "Conzertsaal". 1908 wurde es durch einen Neubau mit zwei Festsälen ersetzt. Der Eingangsbereich wurde mit Hilfe von 4 Säulen hervorgehoben. Das Parkhaus, das auch auf vielen historischen Ansichtskarten abgebildet ist, wahr lange Zeit ein gesellschaftlicher Mittelpunkt Wilhelmshavens. 1902 wurde auf dem Park angrenzenden Gelände zur Gökerstraße das Marine Offiziers-Kasino mit Garten gebaut. Der Garten nahm einen großen Teil des östlichen Kurparks ein. Das Kasinogebäude selber stand an der heutigen Bremer Str. zwischen Parkmittelweg und Gökerstraße. Im 2. Weltkrieg wurden beide Gebäude schwer zerstört und nicht wieder aufgebaut. Der Kasinogarten wurde dem Kurpark zugeschlagen.
Auf dem Parkgelände entstanden ebenfalls zwei Wassertürme (1880 und 1910/11). Der 1880 erbaute Wasserturm an der Gökerstraße konnte sogar zu Aussichtszwecken bestiegen werden. Auch er wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Anders der 1910/11 entstandene ::Wasserturm an der Bismarckstraße in Höhe Bülowstraße. Er existiert heute noch und ist ein wichtiger Bestandteil der Wilhelmshavener Wasserversorgung. 1910 konnte mit dem Bau der katholischen ::St. Willehad-Kirche am Westrand des Parks begonnen werden. In den 1920er und 1930er Jahren erfolgte der Bau des ::Hindenburg-Tors (1928), die Gestaltung des Eingangsbereichs Bismarck-/Gökerstraße mit dem sogenannten Hitler-Tor (1933) sowie die Errichtung des Parkeinganges zur Mozartstraße (1937).
Im zweiten Weltkrieg wurde der Kurpark stark verwüstet, so dass umfassende Instandsetzungsarbeiten nötig wurden. 1965 wurde der heutige Musikpavillon errichtet. 1966 entstand an der Stelle des 1942 zerstörten Parkhauses am Parkmittelweg eine Rollschuhbahn. Die großen Teiche wurden mit Wasserfontänen ausgestattet. Am Parkteich in der Nordostecke sind die Steinfiguren ::Hein und Grete des Wilhelmshavener Bildhauers Kurt Rieger aufgestellt. 1968 wurde ein Teil des Kurparks für die Anlage der Kortekreuzung benötigt. Die in diesem Bereich stehenden Steinfiguren mussten weichen und wurden an ihren heutigen Standort versetzt.
Ein weiteres Element im Kurpark ist die ::Domeierbank, eine ungewöhnliche Parkbank aus Stein, die 1907 zur Erinnerung an den Geheimen Marine-Intendanturrat Hugo Domeier (18211892) aufgestellt wurde. Sie befindet sich heute in unmittelbarer Nähe des Musikpavillons im Kurpark. ::Virtual Earth
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Küstenmuseum Wilhelmshaven
Das Küstenmuseum Wilhelmshaven am ::Bontekai ist ein Museum zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der hiesigen Küstenregion und ihrer Bewohner. Das Küstenmuseum stellt die Entstehungsgeschichte der norddeutschen Küste von der Eiszeit bis heute dar und informiert die Besucher detailliert über das Leben und den Lebensraum früherer Generationen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Zusammenhänge in Verbindung mit dem Küstenschutz gelegt. Weitere Schwerpunkte sind die ::Entstehungsgeschichte der Stadt Wilhelmshaven, die vor 150 Jahren als Marinestandort auf dem Reißbrett geplant wurde, sowie eine in den 1930er Jahren durch das Marine- und Kolonialmuseum zusammengetragene völkerkundlichen Sammlung, die im Küstenmuseum unter dem Titel "Souvenirs von fremden Küsten" als Dauerausstellung gezeigt wird. Über weitere aktuelle Sonderausstellungen informiert der ::Internetauftritt des Küstenmuseums Wilhelmshaven.
Die 1951 als
„Heimat- und Küsten-Museum“ in der Viktoriastraße gegründete Vorgängereinrichtung, die seit 1972 im Souterrain des City-Hauses (heute RATRium) am Rathausplatz untergebracht war, wurde Mitte der 1990er Jahre aus finanziellen und konzeptionellen Gründen bis auf weiteres geschlossen. Eine Gruppe engagierter Bürger gründete daraufhin einen Förderverein zur Erhaltung des Küstenmuseums und ermöglichte so zunächst einen eingeschränkten Weiterbetrieb, der durch den Förderverein kontinuierlich ausgebaut werden konnte. Man einigte sich schließlich mit den Verantwortlichen der Stadt auf eine neues Betriebskonzept und zog 2001 in die heutigen Räumlichkeiten an den Bontekai, die ursprünglich als Exerzierhalle der Kaiserlichen Marine gebaut wurden. Die 1905−1908 gebaute Halle ist 70 m lang und 21 m breit. Das Gebäude besitzt aufgrund seiner ursprünglichen Nutzung als Exerzierhalle eine freitragende Dachkonstruktion aus genieteten Stahlprofilen, die ohne Stützen in der Halle auskommt. Tageslicht erhält das Gebäude über 15 sogenannte Thermenfenster sowie über vier zusätzliche Dachgauben mit Fenstern. Thermenfenster sind halbrunde dreigeteilte Fenster, die schon in der römischen Architektur Verwendung fanden. Auf dem Dachfirst befinden sich zwei Dachreiter.
Nach Ende des Ersten Weltkriegs übernahm die Erdölvertriebsgesellschaft Naphta Industrie- und Tankanlagen AG die Halle. Anschließend erfolgte in den 1930er Jahren die heute noch bekannte Nutzung als Turnhalle, die zu Ehren von "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn den Namen "Jahnhalle" erhielt. Während der Reichsprogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 diente die Jahnhalle als Sammelort für die
noch verbliebenen männlichen Einwohner jüdischen Glaubens. Anschließend erfolgte die Deportation der Juden in das KZ Sachsenhausen. Viele von ihnen haben den Faschismus nicht überlebt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bezog erst die
Konservenfabrik Lübcke die Halle, anschließend die Kammgarnspinnerei Müller & Raschig, die die Halle von 1951 bis 1993 als Lager und zur Spinnereivorbereitung nutzte. 1993 meldete die Firma Konkurs an. Danach stand die Halle einige Jahre leer, nur gelegentlich wurde die Halle als Versammlung- bzw. Ausstellungshalle genutzt. 1998 kaufte ein privater Investor die Halle und sanierte sie von 1999 bis 2000 von Grund auf. Zur Optimierung der nutzbaren Fläche erhielt die Halle in ihrem Inneren eine Stahlständerkonstruktion, so das das Gebäude im Inneren quasi eine weitere Etage erhielt. Nach der Sanierung diente die Halle im Jahr 2000 zunächst als Ausstellungshalle zur "Expo am Meer", dem Beitrag Wilhelmshavens zur Weltausstellung "Expo 2000" in Hannover.
Nach der "Expo am Meer" bezog der "Verein zur Erhaltung und Förderung des Küstenmuseums" die Räumlichkeiten und zeigte im Erdgeschoss Ausstellungsstücke aus dem Küstenmuseum. Als zusätzliche Attraktion wurde die ::Ausstellung "Der Pottwal von Baltrum" als Leihgabe des Landes Niedersachsen in die obere Etage des neuen Museums verlegt und unter dem Namen "wal.welten" präsentiert. Die Eröffnung erfolgte am 2. Juni 2001.
Die Fortschreibung des Konzepts erforderte dann in 2005/2006 eine mehrmonatige Umbauphase, in der im Erdgeschoss die Siedlungs- und Stadtgeschichte neu gestaltet wurde. Mit der offiziellen Wiederöffnung am 23. Juli 2006 wurde der Umbau abgeschlossen und das Küstenmuseum  verlies endgültig das Souterrain des City-Hauses. So endete für das Küstenmuseum eine fast 10 Jahre andauernde Zeit der Ungewissheit, in der die Zukunft der Institution und ihrer Exponate in Frage stand.
Im März 2011 wurde das Skelett des Pottwals und die plastinierten Organe in das frisch
umgebaute ::Wattenmeerhaus−Besucherzentrum am ::Südstrand verlagert, nachdem durch die Umgestaltung des Wattenmeerhauses auch genügend Platz für die Ausstellung "Der Pottwal von Baltrum" geschaffen wurde. Das Küstenmuseum nutzt die frei gewordene Fläche seitdem für weitere Sonderausstellungen.::Virtual Earth
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Öffnungszeiten:
Sommer: täglich Dienstag bis Sonntag, 10 -17 Uhr; Montags Ruhetag
Winter: täglich Dienstag bis Sonntag, 11 -17 Uhr; Montags Ruhetag

Im Eingangsbereich des Küstenmuseums an der Weserstraße 58 befindet sich seit dem Expo-am-Meer-Jahr 2000 das von Traud'l Knoess geschaffene Mahnmal ::Sie mussten gehen, sie sind nicht vergessen, dass an die Judenverfolgung in der Reichsprogromnacht in Wilhelmshaven erinnert.

KZ Wilhelmshaven
siehe ::Konzentrationslager Wilhelmshaven

Lange Nacht der Museen – Lange Nacht der Kultur
Die "Lange Nacht der Kultur" ist eine gemeinsame Veranstaltung von verschiedenen Museen, Ausstellungen und anderen kulturellen Einrichtungen in Wilhelmshaven. Sie entstand aus der "Langen Nacht der Museen" – "Nacht der Entdecker", die erstmals 2002 unter der Organisation des Teams der Oceanis AG stattfand. Seit der Schließung des "Oceanis" im Jahr 2009 organisiert die "Wilhelmshavener Touristik- und Freizeit" die Veranstaltung, die seit 2014 unter dem geänderten Namen "Lange Nacht der Kultur" firmiert. Sie findet i.d.R. an einem der letzten Freitage im Monat April statt. An diesem Tag sind die an der Aktion beteiligten Einrichtungen von 18:00 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Die Eintrittskarte im Preis von 12 EUR, Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren zahlen lediglich 3 EUR, wird einmalig erworben und berechtigt zum Eintritt in alle beteiligten Einrichtungen sowie zum kostenfreien Buspendel- bzw. Barkassendienst zwischen den Einrichtungen.
An der langen Nacht nehmen das ::Aquarium, das ::Deutsche Marinemuseum, das ::Wattenmeer-Besucherzentrum, das ::Küstenmuseum,  das ::Piratenamüseum, die ::Kunsthalle, die Landesbühne Nord im ::Stadttheater, die ::Sezession Nordwest, das Programmkino Apollo im UCI Kinokomplex und der ::Verein für Wilhelmshavener Verkehrsgeschichte mit ihrem NWF-Bus teil. Außerdem besteht die Möglichkeit den ::Wasserturm an der Gökerstraße 3 und die ::Christus- und Garnisonkirche sowie weitere Einrichtungen wie den "Spanischen Verein" und die "Tanzakademie am Meer" zu besuchen.
Die Veranstaltung erfreut sich von Jahr zu Jahr steigender Beliebtheit und bietet für die Wilhelmshavener die Gelegenheit, mal wieder die heimischen Kultureinrichtungen zu besuchen und auf Neuheiten zu prüfen. Die "Lange Nacht"
ermöglicht, nicht nur wegen der ungewöhnlichen Öffnungszeiten, eine ganz andere Wahrnehmung der Ausstellungen und (Vor-)Führungen. So wurden z.B. zur "Langen Nacht 2016" die Schiffe im Freigelände des Deutschen Marinemuseums per Lasershow ungewöhnlich illuminiert und das Innere der Christus- und Garnisonkirche in farbiges Licht getaucht.
::Flyer "Lange Nacht der Kultur" von 2016

Lager Alter Banter Weg
siehe ::Konzentrationslager Wilhelmshaven

Lager Fedderwardergroden
siehe ::Gedenkstätte "Lager Fedderwardergroden"

Lager Schwarzer Weg
siehe ::Gedenkstätte "Lager Schwarzer Weg"

Läufergruppe
Die "Läufergruppe" von Gerhard BrandesDie "Läufergruppe" ist eine 1979 entstandene Bronzeskulptur des Hamburger Bildhauers Gerhard Brandes (1923–2013). Sie befindet sich im Besitz der Unfallversicherung Bund und Bahn (UVB) und hat ihren Standort auf dem Gelände der UVB in der Weserstraße 47. Die UVB entstand am 1. Januar 2015 durch die Fusion der "Unfallkasse des Bundes" und der "Eisenbahn-Unfallkasse". Den meisten Wilhelmshavener ist die UVB unter ihrem ehemaligen Namen als "Bundesausführungsbehörde für Unfallversicherung" (BAfU) bekannt, die ihren Sitz ursprünglich an der Adalbertstraße 5-7 hatte. Auch die "Läufergruppe" hatte hier ursprünglich ihren Standort, zog jedoch im Rahmen des Umzugs der Behörde an die Weserstraße mit um.
Den heutigen Standort der Skulptur findet man am besten, wenn man von der Weserstraße direkt rechts am Hauptgebäude der UVB vorbei in Richtung Rheinstraße geht. Kurz vor dem Erreichen der Rheinstraße liegt links eine kleine Grünfläche, in der die Skulptur auf einem würfelförmigen, granitverkleideten Sockel steht.
"Die Läufergruppe" ist ein typisches Werk des freischaffenden Hamburger Künstlers, der ab 1950 in Hamburg lebte, arbeitete und ab 1976 auch Dozent an der dortigen Fachhochschule für Gestaltung war. Viele seiner Werke sind in Hamburg zu sehen, vor allem in den 1960er-Jahren erhielt Brandes zahlreiche Aufträge für Kunstwerke im öffentlichen Raum. Zu den bekanntesten Arbeiten gehört die Skulptur "Maritim", die drei Fischer mit erhobenen Rudern auf dem sogenannten "Altonaer Balkon" zeigt. Weitere Arbeiten sind die Gruppe "Drachen steigen lassende Kinder" am Westufer der Alster und "Fischhändler und Marktfrau" vor der Havanna Bar beim Altonaer Fischmarkt.
Die Wilhelmshavener Skulptur zeigt fünf Läufer, die mit wehenden Umhängen in eine Richtung eilen. Sie hat mit Sockel eine Höhe von rund 1,60 m und eine Breite von 0,85 m. Mit dem Thema Läufer hatte sich Brandes bereits schon einmal beschäftigt. So gibt es seit 1963 in der Jenfelder Straße im Hamburger Stadtteil Jenfeld eine thematisch ähnliche Skulptur mit demselben Namen, die ebenfalls eine 5-köpfige Läufergruppe zeigt, jedoch sind die Figuren lebensgroß und mit einer anderen Technik erstellt.
::Virtual Earth
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Lefferssäule
Mitten auf der Kreuzung Marktstraße/Grenzstraße, also direkt in der Fußgängerzone vor dem Kaufhaus Leffers, befindet sich eine etwa 7 m hohe Edelstahl-Plastik. Die von dem Künstler und ehemaligen Kunsthallenleiter Siegfried Pagel aus Grafschaft geschaffene Plastik ist ein Geschenk der Kaufleute Leffers an die Stadt. Anlass war das 75jährige Firmenjubiläum des Kaufhaus Leffers im Jahr 1977. Daher wird die ursprünglich als Pagel-Säule übergebene Säule im Volksmund auch Lefferssäule genannt. Die Säule setzt sich aus verschiedenartigen Formen wie Kubus, Quader, Dreiecke und Kreuzverband zusammen, so dass sie den Eindruck vermittelt, als handelt es sich bei ihr um einen modernen indianischen Totempfahl. Verantwortlich für die Herstellung war die Stahl- und Metallbaufirma Wirth. Die komplizierte Säulenkonstruktion zeigt keine sichtbaren Verschraubungen. Der genaue Standort wird mit 8°06'43,4" Länge und 53°31'18,3" Breite vermerkt. Aufgrund ihrer zentralen Lage kam die Säule bereits mehrfach mit den Wagen von unachtsamen Fahrzeuglenkern in Berührung. 2004 und 2009 musste die Säule komplett demontiert und in Teilbereichen instandgesetzt werden.::Virtual Earth
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Leuchtturm Arngast
siehe ::Arngast-Leuchtturm

LICHT UND SCHATTEN
siehe ::Christus- und Garnison Kirche

Logenhaus
Das denkmalgeschützte Logenhaus in der Rheinstraße befindet sich im Besitz der Freimaurerloge "Wilhelm zum silbernen Anker". Die Loge wurde am 9. März 1879 als Mitgliedsloge der Großloge "Royal York von Preußen, genannt Zur Freundschaft" gegründet. Namensgeber der Loge ist Kaiser Wilhelm I., Namensgeber der Stadt Wilhelmshaven und seinerzeit auch Großmeister der Großloge Royal York. Die neu gegründete Loge gewann schnell eine erhebliche Anzahl von Mitgliedern, so dass man bereits 10 Jahre später über ein eigenes Logenhaus nachdenken konnte. Das Logenhaus wurde 1890 neben der Elisabethkirche, der heutigen Christus- und Garnisonkirche, gebaut und am 14. September 1890 eingeweiht. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Loge 1934 verboten und der Besitz enteignet. Das Haus wurde dann zunächst als Marine- und Kolonialmuseum, später dann als Beamtenheim der Marine genutzt. 1947 reorganisierte sich die Loge in der humanitären Großloge "Alte Freie und Angenommene Maurer von Deutschland" neu und erhielt 1950 das Logenhaus zurück. Heute steht es auch anderen Logen, Vereinigungen und Verbindungen, wie z.B. der

  • Schlaraffia Schlicktonnia e.V.
  • Technische Verbindung Nordia zu Wilhelmshaven e.V.
  • Paul-Gerlach-Loge e.V.
  • Perfektionsloge "Felix Graf von Luckner"
  • Förderverein Logenhaus Wilhelmshaven e.V.

zur Verfügung. Das Förderverein des Logenhaus Wilhelmshaven fördert außerdem unter dem Namen "Musikforum im Logenhaus" junge Musikerinnen und Musiker, in dem sie für diesen Musiknachwuchs kostenlos Veranstaltungen im Logenhaus organisiert und ihnen so die ersten Schritte vor Publikum ermöglicht. Seit 2000 befindet sich links neben dem Logenhaus und etwas zurückgesetzt die hölzerne Skulptur ::Gedankenfreiheit des Bildhauers Thorsten Schütt.::Virtual Earth
Homepage: Loge "Wilhelm zum silbernen Anker" 

Löwen-Plastiken
Die Löwen-Plastik am Wilhelmshavener RathausEin prägendes gestalterisches Element des ::Wilhelmshavener Rathauses sind die zwei vollständig geklinkerten Löwen-Plastiken beiderseits des zentralen Haupteingangs. Das Löwenpaar wurden erst nach der Fertigstellung des Rathauses 1929 nach Plänen von Prof. Fritz Höger aus Bockhorner Klinkern hergestellt. Höger bezahlte die Herstellungskosten aus eigener Tasche, da die Rüstringer Stadtverwaltung die Löwen aus Sparsamkeitsgründen nicht mehr realisieren wollte. Aus den am Rathausbau tätigen Maurern wurden vier Maurer ausgewählt, die die Löwen schließlich in konventioneller Massivbauweise aus dunkelroten Klinkern, aufwendig mit Vor- und Rücksprüngen herstellten. Teilweise wurden goldglasierte Klinker vermauert, mit denen Höger reflektierende Farbakzente setzte.
Die zwei Löwen sind Teil einer Werkgruppe von insgesamt vier Bauplastiken, die Höger innerhalb kurzer Zeit entwarf. Neben den beiden Löwen schuf er noch einen sitzenden Bären für den Zoo Berlin und einen Elefanten für die Berliner IG Farbenindustrie.
Beim Erstellen der Löwen wurden bereits Maßnahmen gegen witterungsbedingte Schäden realisiert. So wurden z.B. die Fugen in ganzer Tiefe mit Pech ausgegossen, so dass kein Wasser eindringen konnte. Trotzdem kam es mit der Zeit zu Witterungsschäden durch das rauhe Wilhelmshavener Klima, wie z.B. zu Frostsprengungen und zu Ausblühungen. Mehrfach wurden die Löwen saniert. Die letzte aufwendige Sanierung erfolgte in den Jahren von 2011 bis 2012 unter Beachtung des Denkmalschutzes. Der Sockel beider Löwen musste aus alten Klinkern vollständig neu aufgemauert werden und einzelne Steine, die nicht mehr zu reinigen waren, wurden ersetzt. Abschließend wurden die kompletten Löwenplastiken gereinigt und imprägniert.
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